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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 10:49 Uhr

Ahrensburg : Klavierklänge und Saitenspiele

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Schleswig-Holstein Musik Festival in Stormarn: Am Sonntag gibt es Konzerte in Ahrensburg und Reinbek.

von
erstellt am 07.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Gleich zwei Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals stehen am Sonntag, 10. August, in Stormarn auf dem Programm. Um 19 Uhr spielt Igor Levit im Ahrensburger Marstall die Sonaten F-Dur op. 54 und f-Moll op. 57 „Appassionata“ von Ludwig van Beethoven sowie Frederic Rzewski: The People United Will Never Be Defeated. Der 1987 geborene Deutsch-Russe legte 2013 seine erste CD vor, für die er sich die fünf späten Beethoven-Sonaten ausgesucht hatte, Werke, die nicht nur technisch, sondern auch intellektuell höchste Anforderungen stellen. Zu den exorbitant schweren Brocken zählen auch die 36 Variationen über das chilenische Freiheitslied „El pueblo unido jamás será vencido“, die Frederic Rzewski mit den aberwitzigsten technischen Schwierigkeiten gespickt hat.

Im Reinbeker Schloss bietet der SHMF-Nachwuchs zur gleichen Zeit am Sonntag „Saitenspiele“. Die SHMF-Orchesterakademie wurde 1987 von Leonard Bernstein initiiert. Jährlich werden dafür bei Proben in 30 Städten auf der ganzen Welt junge Musiker zum Einsatz kommen. In Reinbek spielt um 19 Uhr ein Kammerensemble der Orchesterakademie. Auf dem Programm stehen Variationen über ein Thema von Robert Schumann, op. 20 von Clara Schumann, Variationen über ein russisches Thema, op. 23 von Ignaz Moscheles sowie das Klavierquartett Nr. 1 c-Moll, op. 1 und das Streichquintett B-Dur op. 87 von Felix Mendelssohn, der sich sein Leben lang mit den Gattungen der Kammermusik beschäftigte.

Mit den Nummern 1 und 87 wurden ein sehr frühes (1822) und ein spätes Werk (1845) Mendelssohns ausgewählt. Umrahmt werden die Stücke von Klavierwerken Clara Schumanns und Ignaz Moscheles’, beide musikalische Wegbegleiter Mendelssohns. Moscheles gehörte zu den großen Klaviervirtuosen seiner Zeit und übernahm 1846 die Klavierklasse von Mendelssohn am Leipziger Konservatorium. Clara Schumann, deren pianistische Fähigkeiten Mendelssohn bewunderte, berief der Komponist gerne als Vertretung, wenn er verhindert war.

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