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Stormarner Tageblatt

21. August 2017 | 23:47 Uhr

Entscheidung : Klassenerhalt perfekt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Duell mit dem Tabellenletzten SG Anspach sorgt der TSV Trittau mit einem 5:1-Sieg für klare Verhältnisse und räumt auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt in der 1. Badminton-Bundesliga aus. Einziger Schönheitsfehler: Nikolaj Persson verliert sein Einzel. In der Analyse führt der 24-Jährige mehrere Gründe dafür an.

Es war ein Spiel, bei dem es auf dem Papier nicht mehr um allzu viel ging. Der TSV Trittau hatte den Verbleib in der 1. Badminton-Bundesliga schon vor dem Spiel so gut wie sicher, während Gegner SG Anspach nur durch mindestens ein Unentschieden noch Chancen auf den Klassenerhalt gehabt hätte. Die Hoffnung der Gäste aus Hessen aber schwand schnell: Zu dominant traten die Stormarner in eigener Halle auf und räumten durch einen 5:1-Erfolg die letzten Zweifel am eigenen Klassenerhalt aus.

Unter den fünf siegreichen Spielern des TSV Trittau gab es auch einen wahren Sieger: Ary Trisnanto. Der Indonesier gab gegen Anspach nach einer Schwächephase und einem Heimaturlaub sein Heimspiel-Comeback – und meisterte die Aufgabe mit Bravour. Beim 21:9 und 21:17 gegen Christopher Ames entschied er das zweite Herreneinzel für sich und beendete damit seine Formkrise. Trittaus Team-Managerin Sabina Persson freute sich für den Indonesier: „Das war ein Befreiungsschlag für ihn, dass er heute zu Hause gewonnen hat. Ich weiß, dass er vor diesem Spiel etwas Bammel hatte, aber er hat sich durchgerungen und gewonnen.“

Das Haar in der Suppe war die Niederlage von Nikolaj Persson im ersten Herreneinzel gegen Philipp Discher. Den ersten Satz konnte der 24-Jährige mit 21:18 noch für sich entscheiden, bevor das Spiel kippte. Discher hielt konzentriert mit und gewann mit 21:19. Entnervt drosch Persson seinen Schläger anschließend auf den Hallenboden. Und auch im dritten Satz lief es wie verhext. Stellungsfehler und Punktverluste bestimmten das Spiel Nikolaj Perssons, sodass er nach 16:21 als Verlierer vom Platz trottete.

Schon beim Aufwärmen hatte der Trittauer Mannschaftsführer das langsame Tempo der Bälle moniert. Den Hauptgrund für die Niederlage sah er aber woanders: „Die langsamen Bälle dürfen natürlich nicht als Entschuldigung gelten. Bei mir ist im Moment einfach eine Menge los. Im Olympiastützpunkt in Hamburg, wo ich trainiere, steht gerade ein Trainerwechsel an und für mein Studium muss ich noch eine wichtige Hausarbeit fertigstellen. Ich denke aber, dass ich vor allem deswegen verloren habe, weil ich nur noch Doppel trainiere und ich mich im Einzel heute oft falsch positioniert habe.“

Das Herrendoppel an der Seite von Robin Tabeling hingegen gewann Persson mit 21:13 und 21:18. Weiterhin sorgten auch Iris Tabeling und Nanna Vainio mit klaren Siegen dafür, dass Nikolaj Perssons Niederlage keine Auswirkungen hatte.

Die Klasse hat der TSV Trittau gehalten, zwei Saisonspiele stehen aber noch aus – und die gehen die Stormarner mit vollem Elan an. Spieler schonen oder die Saison ausklingen lassen, kommt niemandem in den Sinn. „Sofern sich keiner verletzt, werden wir in Bestbesetzung antreten“, betonte Sabina Persson vor den letzten beiden Heimspielen gegen Beuel und Düren.

TSV Trittau – SG Anspach 5:1
HD: Nikolaj Persson/Robin Tabeling – Sebastian Ames/Christopher Ames 21:13, 21:18; DD: Nanna Vainio/Iris Tabeling – Mona Konkolewski/Theresa Wurm 21:18, 21:10; HE1: Nikolaj Persson – Philipp Discher: 21:18, 19:21, 16:21; HE2: Ary Trisnanto – Christopher Ames 21:9, 21:17; DE: Nanna Vainio – Mona Konkolewski 21:8, 21:10; MD: Robin Tabeling/Iris Tabeling – Daniel Benz/Theresa Wurm 21:12, 21:19.
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