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Hamberge : Klares „vielleicht“ für den Lärmschutz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Land Schleswig-Holstein hält es grundsätzlich für möglich, dass ein Teil gemeinsam mit dem E-Highway gebaut wird.

Begeisterung klingt anders, aber die Hoffnungen auf Lärmschutz sind gestiegen: Der Bau des E-Highway zusammen mit einer Aufstockung des Lärmschutzes könne ein gangbarer Weg sein, wurde Hamberges Bürgermeister Paul-Friedrich Beeck vor der Sitzung der Gemeindevertretung aus Kiel mitgeteilt.

Am Montag hatten er, Nordstormarns Amtsleiter Stefan Wulf und Kreisbauamtsleiter Klaus Kucinski mit Vertretern des Umwelt- und des Verkehrsministeriums sowie des Landesamts Straßenverkehr darüber diskutiert, wie der seit dem A  1-Ausbau 1988 anerkannte Lärmschutz für Hamberge zeitgleich mit den Oberleitungen für Elektro-Lkw gebaut werden kann.

Die A  1 zwischen Reinfeld und dem Kreuz Lübeck soll eine von zwei Teststrecken für einen E-Highway für Lkw werden. Wenn die Masten erstmal stehen, befürchten die Hamberger, dass der Lärmschutz dann gar nicht mehr kommt. Auf den haben sie zwar einen Rechtsanspruch. Der verjährt allerdings zum Jahresende. Um das zu verhindern, muss die Gemeinde das Land wegen Untätigkeit verklagen. Das wiederum könnte das Prestigeobjekt E-Highway verzögern oder gar verhindern.

Vorschlag des Kreises war, E-Highway und Lärmschutz als eine Maßnahme in zwei Abschnitten zu bauen, zumindest auf 600 Metern. Für die andere Hälfte, wo der Anschluss der A  1 an die B  75 gebaut werden soll, ist eine Planfeststellung unumgänglich. Bei den anderen 600 Metern muss im Grunde nur die Wand erhöht werden.

Die Gemeinde Hamberge fordert nun zum einen die vertragliche Zusicherung, dass der Rechtsanspruch auf Lärmschutz bestehen bleibt, sowie einen Vertrag, in dem Planung und Ablauf für den Bau der Lärmschutzwand festgelegt sind. „Das ist weiter eine zähe Sache, aber ich hoffe, dass wir das hinbekommen“ sagt Amtsleiter Stefan Wulf.

Auf das Prinzip Hoffnung allein will sich die Gemeinde nicht verlassen. Deshalb beschloss die Vertretung gleichzeitig, den Bürgermeister zu ermächtigen, Klage zu erheben, falls die Verträge nicht zustande kommen. Jedenfalls hatt das Landesamt für Straßenbau schon mal verlauten lassen, dass man keine Planungskapazitäten für den Lärmschutzwall habe. Dabei muss doch nur die Holzwand auf 600 Metern gegen eine höhere Metallwand ausgetauscht werden, wundern sich Beeck und Wulf.

Beim E-Highway kann es nämlich gar nicht schnell genug gehen. Bis zum 15. August sollen die drei Nordstormarner Gemeinden an der A  1 ihre Stellungnahmen als Träger öffentlicher Belange abgeben. „Das ist überhaupt nicht machbar“, sagt Wulf. Und das nicht nur, weil schon Sommerpause ist.

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erstellt am 22.Jul.2017 | 06:00 Uhr

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