zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 21:47 Uhr

Bad Oldesloe : Kitaplätze müssen her

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Steigender Bedarf – Bad Oldesloe sucht nach Möglichkeiten, weitere Kinder unterbringen zu können. Strittig ist, wie groß die Nachfrage nach Waldpädagogik ist.

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 03.Dez.2015 | 18:06 Uhr

So schnell kann das gehen: Eben argumentiert die Verwaltung noch, die Kinderzahlen sind Rückläufig. Kita Luftballon? Wird nicht mehr benötigt. Inzwischen hat der Luftballon neue Räume, für die Stoppelhopser wurde im Steinfelder Redder ein großer Neubau errichtet. Und trotzdem hat Bad Oldesloe aktuell zu wenig Krippen- und Kitaplätze. „Tendenz steigend“, sprach Bürgermeister Tassilo von Bary den Sozialausschuss-Mitgliedern ins Gewissen: „Wir brauchen Kitaplätze.“

Doch die Ermahnung war gar nicht nötig. Die Verwaltung hatte eine umfassende, klare Sitzungsvorlage erstellt. Da gab es für die Politiker nicht mehr viel zu diskutieren. Nur noch um Details wurde gefeilscht.

100 Kinder sind ab August für einen Krippenplatz angemeldet. Es werden aber nur 80 Plätze frei. 32 Kinder stehen ohnehin noch auf der Warteliste, die dieses Jahr nicht zum gewünschten Termin berücksichtigt werden konnten.

Im Elementarbereich decken sich Angebot und Nachfrage. Allerdings ist nicht zu beziffern, welche Auswirkungen der Flüchtlingsstrom hat und ob es darüber hinaus noch Zuzug gibt. Deshalb plädierte die Verwaltung dafür, mindestens eine neu Gruppe einzurichten. 14 Kinder stehen zusätzlich auf der Warteliste für einen Waldkita-Platz. Die Verwaltung hat bei allen Kindergärten angefragt, welche Optionen sie für ihre Einrichtung sehen.

Bei der Kita Spatzennest war es einfach. Dort ist die Gruppengröße laut Konzeption auf 16 Kinder reduziert. Aber der Betreiber hat signalisiert, pro Gruppe ein zusätzliches Kind aufnehmen zu wollen. Verursacht keine Kosten, ist genehmigungsfrei realisierbar – da gab es für Politik nichts zu diskutieren. Auch wenn es nur zwei Plätze sind, wurden die dankend angenommen.

Der Trägerverein Erle für den Abenteuerspielplatz am Hölk hat angeboten, eine Waldgruppe auf dem Gelände einzurichten. Das ginge relativ problemlos, es müsste lediglich ein Bauwagen angeschafft werden. Konsens, das soll gemacht werden. Der Waldkindergarten Muckestutz hat zusätzlichen Bedarf angemeldet. Neben der Gruppe im Kurpark soll im Kneeden ein Ableger eröffnet werden. Ein Standort für einen Bauwagen ist bereits gefunden.

An der Stelle wollte die CDU allerdings nicht mitgehen. „Nein“, kam von Gudrun Möllnitz: „Eine Kita muss in der Nähe sein.“ Sie bezweifele, dass es den Bedarf gebe und dass Eltern ihre Kinder da täglich „hinkarren“. Muckestutz-Leiterin Mareike Bachmann konnte berichten, dass sie eine Warteliste mit 19 Kindern habe, davon aber nur fünf übernehmen könne. Stefan Waschinski, Vater eines Waldkinds, machte deutlich, dass sich Eltern sehr wohl des hohen Fahraufwands bewusst seien und sich trotzdem bewusst für Waldpädagogik entschieden. So ganz überzeugt wirkte die CDU noch nicht, doch auch diese Möglichkeit soll weiter verfolgt werden. Eltern, die Interesse an einem Waldplatz im Kneeden haben, sollen sich bitte bei Adelheid Viehmann in der Stadtverwaltung melden.

Da der Waldorfkindergarten am Rümpeler Weg ohnehin saniert werden muss, bestand Einvernehmen, dort einen An- oder auf dem Nachbargrundstück einen Neubau zu errichten. Ebenso unstrittig war, dass im zukünftigen Baugebiet Kampstraße ein Neubau entstehen müsste. Dafür soll mittelfristig ebenfalls eine Planung angeschoben werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen