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Betreuung für Kleinkinder : Kitaplätze: „Der Kreis ist auf einem guten Weg“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Rechtsanspruch auf Krippenplatz bereitet in Stormarn offenbar keine großen Probleme - bislang noch keine Klagen. In den Hamburger Randgebieten müsse allerdings weiterhin forciert ausgebaut werden.

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erstellt am 04.Okt.2013 | 18:00 Uhr

Seit August gilt der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. In Stormarn ist das Angebot offenbar groß genug. „Wir hatten bislang keine Verfahren und keine Klagen“, sagt der Stormarner Jugendamtsleiter Wilhelm Hegermann. Kita-Bau ist zwar Gemeindesache, nach dem Gesetz ist aber der Kreis für die Umsetzung des Rechtsanspruchs zuständig. „Wenn sich Eltern an uns gewandt haben, konnten wir im Einvernehmen mit der Kommune eine Lösung finden“, so Hegermann, „und viele Eltern wissen, dass in ihrer Kommune Plätze entstehen und warten ab.“

In der öffentlichen Diskussion ist meistens von einer gesetzlichen Quote von 35 Prozent die Rede. Die Zahl gab es aber nur mal als Empfehlung. Sie wurde schnell wieder einkassiert, weil der Rechtsanspruch generell und für jedes Kind gilt.

Dass niemand klagte, wertet die Stormarner SPD als „ein Indiz dafür, dass im Großen und Ganzen genügend Betreuungsangebote vorhanden sind, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle weiterhin Bedarf gibt“, so Benjamin Freitag, jugendpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion. Städte und Gemeinden in Stormarn hätten insgesamt 1318 neue Plätze geschaffen, in die neun Millionen Bundes-, acht Millionen Landesmittel sowie kommunale Mittel im „zweistelligen Millionenbereich“ investiert worden seien.

Vor der Sommerpause hatte der Kreistag „auf Antrag der SPD“ zusätzlich vier Millionen Euro für ein Investitionsprogramm bewilligt. 2,25 Millionen gehen an Kommunen, die jetzt neu bauen, 1,5 Millionen an Gemeinden, die bis Jahresende eine Versorgungsquote von 35 Prozent erfüllen. 250 000 Euro sind als Notfonds für dringende Fälle vorgesehen.

Die meisten Kommunen im Kreis liegen allerdings weit darüber. Wenn man alle Betreuungsangebote einrechnet, können 60 Prozent aller Stormarner Kleinkinder betreut werden. „Wir gehen von einem Bedarf von gut 50 Prozent aus. Das sind auch die Erfahrungswerte aus Großstädten und den neuen Ländern“, so Hegermann.

„Das Kreis-Ergebnis kann sich insgesamt sehen lassen“, sagt Benjamin Freitag, „aber bei genauer Betrachtung gibt es ein Ungleichgewicht zwischen Nord- und Südstormarn.“ Während Städte und Gemeinden im Hamburger Rand das Betreuungsangebot aufstocken konnten, gäbe es „gewaltige Defizite in der ländlichen Region Nordstormarns.“ Freitag: „Jetzt ist es notwendig, die Versorgung in den Gemeinden dort voranzubringen, wo junge Familien Bedarf anmelden.“ Zurücklehnen dürfte sich Südstormarn aber auch nicht: „Der Zuzug von jungen Familien und die Neubaugebiete in den Hamburger Randgemeinden erfordern weiterhin den forcierten Ausbau von U 3-Plätzen.

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