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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 20:06 Uhr

Trittau: : Kirchenmusik lebt von der Vielfalt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der eigentliche Höhepunkt der Kirchenmusik 2016 wird die Ankunft der neuen Orgel sein.

Das neue Programm der Kirchenmusik liegt vor: Seit es den Förderkreis nicht mehr gibt, der einen Schwerpunkt auf klassische Konzerte gelegt hatte, ist das Programm breiter ausgelegt. Alle Gruppen – vom Kinderchor bis zur Kantorei, von Kindergartenkindern bis zum Projektchor und natürlich Kirchenmusikerin Barbara Fischer – tragen zum Veranstaltungsreigen bei. Kulturelle Glanzlichter wie die Lesung mit Arno Surminski (6. Februar) und eine Ausstellung über Orgeln (Beginn 27. September) runden das vielfältige Programm ab.

„Wir wollen die unterschiedlichen Aspekte der Kirchenmusik zeigen. Sie hat eine kulturelle, pädagogische, bildende und soziale Komponente“, erläutert Barbara Fischer. „Gottes Sohn ist Mensch geborn“ ist das theologische Jahresmotto passend zum Trinitätsprojekt, das in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt auf Gott gestartet ist und im nächsten Jahr Jesus Christus in den Mittelpunkt rückt. In den Gottesdiensten wird das Thema zu den Festtagen auch musikalisch aufgegriffen.

Der eigentliche Höhepunkt wird die Ankunft der neuen Orgel sein. Ab Juni wird sie eingebaut. Schon wenn die Laster anrollen am 31. Mai ist ein großes Volksfest mit Spalier geplant. Während des Einbaus wird es Führungen geben und die Kindergartenkinder werden das Thema mit einer Orgelwerkstatt aufgreifen und auch einmal die echte Werkstatt besuchen. „In Norddeutschland haben wir die älteste Orgellandschaft Deutschlands“, berichtet Fischer. Höhepunkt ist die Orgelweihe am 2. Oktober mit Bischöfin Kirsten Fehrs und Propst Hans-Joachim Buhl. Ein großes Orgelfest für Groß und Klein mit Empfang ist geplant. Am Abend zuvor gibt die Kantorin ein erstes Exklusivkonzert für alle Orgelpaten. Eine ganze Woche wird die neue Orgel gefeiert mit verschiedenen Veranstaltungen.

Am Ende der Festwoche ein weiterer Höhepunkt (8. Oktober): Alle Trittauer Chöre vom Männergesangverein über den gemischten Chor bis zur Kantorei und sämtliche Kinderchöre singen das Halleluja von Händel.

Die Geschichte des Orgelbauverein ist eine Erfolgsgeschichte: Im November 2010 wurde der Verein gegründet mit dem Ziel, 300  000 Euro ehrenamtlich durch Spenden zu beschaffen für eine neue Orgel. Heute fehlen noch etwa 40  000 Euro zu der Summe. Eine Vielfalt an Projekten dachten sich die Trittauer für ihre neue Orgel aus: Musikveranstaltungen, Bastelarbeiten, Kuchenverkauf. Auch viele Firmen spendeten für das Instrument und der Lionsclub Hahnheide, der jetzt zum wiederholten Mal eine Spende an Barbara Fischer überreichte. 1000 Euro waren auf der Hausmesse der Firma Nürminger zusammen gekommen, wo die Lions Austern und Scampi verkauften. Insgesamt hat sich der Lionsclub mit etwa 10  000 Euro an der Orgel beteiligt. „Wir sind sehr froh, diese immense Summe zusammen bekommen zu haben und somit das Projekt erfolgreich zu Ende führen zu können“, so Barbara Fischer, die das Geld von Schatzmeister Stefan Wildegans entgegen nahm.

Wenn alles perfekt läuft, wird die Orgel ab Oktober in die Gottesdienste bereichern. „Wir bieten viel Kultur im Gottesdienst und das ganz ohne Eintritt“, wirbt Fischer für die ganz normalen Kirchenangebote.

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