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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 18:56 Uhr

Bad Oldesloe : Kirche finanziell gut gestellt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Sechs-Millionen-Haushalt der evangelischen Gemeinde ist ausgeglichen. Größter Posten in dem Zahlenwerk sind Personalkosten.

Pastor Diethelm Schark, Vorsitzender des Oldesloer Kirchen-Gemeinderats, macht einen ganz zufrieden Eindruck. Der Sechs-Millionen-Haushalt der evangelischen Kirche ist ausgeglichen, die Homepage hat einen Relaunch erfahren, aber vor allem: „Massenaustritte kann ich nicht sehen.“

Auch in Bad Oldesloe verliert die evangelische Kirche Mitglieder – 210 haben vergangenes Jahr ihren Austritt erklärt. Klar wirke sich da die Debatte um das Abspielen von CDs bei Beerdigungen aus, ärgerlicher sei aber die Neuregelung der Kapitalertragssteuer gewesen. Doch mit 14  700 Gemeindegliedern ist Oldesloe immer noch die größte Gemeinde der Nordkirche – und eine sehr lebendige. Taufen und Konfirmationen sind zwar ebenfalls leicht rückläufig, doch im langjährigen Mittel stabil, genau wie die Trauungen und die Eintritte.

Zwei Drittel des Haushalts entfallen auf das Personal. Die Kirchengemeinde hat knapp 100 haupt- und nebenamtlich Beschäftigte. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um etwa 30  000 Euro gestiegen.

Ein Großteil der Kirchenangestellten arbeitet in den Kindertagesstätten. Mit Elternbeiträgen und Zuschüssen bildet der Bereich gewissermaßen einen durchlaufenden Posten. Die Kirche zahlt für Oldesloe, die Landgemeinden und Einzelintegration zusammen rund 45  000 Euro – Mittel aus der Kirchensteuer.

Die fällt in diesem Jahr geringer aus, als in den Vorjahren. Die Gemeinde muss eine Senkung um nicht ganz 15  000 Euro hinnehmen. „Das Steueraufkommen ist insgesamt stabil“, freut sich Schark: „Es ist sogar leicht gestiegen, aber bei uns kommt weniger an.“ Grund dafür sind Rückstellungen.

Einer der großen Haushalts-Batzen in diesem Jahr wird die Sanierung des Pastorats am Kirchberg. Der Dachstuhl muss komplett neu und weil das Dach Asbest enthält wird das eine aufwändige Angelegenheit. In dem Zuge plant die Kirche einen Anbau und eine Rückgestaltung. Pastor Schark: „Wir sehen uns da in der Pflicht, städtebaulich etwas zu bewegen.“ Die alte Villa aus der Bäderzeit soll wieder entstehen. Dafür muss die Gemeinde bis zu 650  000 Euro aus ihrer Rücklage entnehmen.

Vier Millionen Euro hat die Kirche auf der hohe Kante. Davon sind 1,7 Millionen frei verfügbar. Nach der Pastoratssanierung bleibt noch etwa eine Million über. „Wir sind gut beraten, mindestens ein Jahresaufkommen an Kirchensteuer in der Rücklage zu haben“, mahnt Diethelm Schark: „Ich habe es zwei Mal erlebt dass es einen starken Einbruch gab. Da müssen wir in der Lage sein, mit ruhiger Hand weiterzusteuern.“

 

 

Der Kirchenhaushalt ist im Kirchenbüro einzusehen.

 

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 23.Feb.2015 | 14:28 Uhr

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