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Stormarner Tageblatt

23. August 2017 | 10:38 Uhr

Kinohits füllen den Spendentopf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Trotz dramatischen Einbruchs bei den Besucherzahlen können die Ahrensburger Rotarier nach dem Film-Open-Air kräftig spenden

Wer den Organisatoren und Sponsoren des „Schlosspark-Kino-Open-Airs“ in Ahrensburg zuhört, bekommt schnell mit, dass die Veranstaltung offenbar eine reine „win-win-win“-Situation für alle Beteiligten bedeutet. Jetzt wurde gemeinsam die positive Bilanz des Events 2016 gezogen und trotz eines dramatischen Einbruchs bei den Besucherzahlen konnten wieder fleißig Spenden für den guten Zweck im Schloss vergeben werden.

Und aus diesem Umstand ergeben sich die erwähnten drei „Win-Situationen“. Erstens: Das Orga-Team des Rotary-Clubs Ahrensburg betont, dass die Vorbereitungen immer wieder großen Spaß bereiten und auch die zahlreichen Großsponsoren unterstreichen, dass sie immer wieder gerne mit dabei sind, obwohl sich ein geschäftlicher Erfolg nicht unbedingt messen lasse. „Doch darum geht es nicht, wir sind dabei, weil es einem guten Zweck dient. Teilweise sind 50 Mitarbeiter von uns freiwillig an diesem Wochenende vor Ort und eingebunden“, erklärt zum Beispiel Haspa-Filialleiter Dirk Bartel. Auch andere Sponsoren unterstreichen mehrfach, dass ihre Teammitglieder gerne dabei sind.

Zweitens: Aktuell gibt es kein Kino in Ahrensburg. Somit stellt das besondere Filmerlebnis unter freiem Himmel zumindest für drei Tage einen mehr als adäquaten Ersatz für Leinwandfans dar. Und natürlich der dritte positive Faktor: Die Einnahmen werden für gute Zwecke in der Region verwendet. Da die insgesamt rund 150  000 Euro Produktionskosten für die Veranstaltungen (Werbung, Miete und Lizenzen für neun Filme) durch Sponsoren und Sachspenden abgedeckt werden können, konnte trotz eines Besucherrückgangs um rund 50 Prozent – 3000 Besucher 2015 auf nur noch 1600 Besucher 2016 – wieder eine stattliche Summe an Benefizgeldern erwirtschaftet werden.

Freuen konnten sich darüber bei der Übergabe der symbolischen Schecks der Deutsche Kinderschutzbund Stormarn (4500 Euro), „Die Robben Wulfsdorf“ (3000 Euro) und die „Hip-Hop-Academy Kulturpalast Hamburg“ (8000 Euro).

Der Kinderschutzbund möchte das Geld in Kinderpatenschaften investieren, die dem Nachwuchs in finanziell schwachen Familien ermöglichen soll, jeden Tag ein Mittagessen bezahlen zu können. Auch das aktive Leben eines Hobbys in der Freizeit könnte so unterstützt werden. Bei den „Robben“ in Wulfsdorf ist das Geld schon fest für eine Küche eingeplant. Die „Robben“ sind in diesem Fall übrigens keine Meeressäuger, sondern ein ambulanter Betreuungs- und Pflegedienst für „geistig und mehrfach behinderte Menschen“. Dort lautet das Motto: „So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Betreuung wie nötig.“

Die Hip-Hop-Academy stammt zwar aus Hamburg, möchte mit den 8000 Euro aber einen langfristig angelegten Breakdance-Kursus im Ahrensburger Bruno-Bröker Haus finanzieren. „Der Bedarf ist vorhanden. Tanz und Musik sprechen Jugendliche aller sozialen Schichten und Nationen an“, so Dorothee Magnussen von der Academy.  

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erstellt am 09.Feb.2017 | 06:00 Uhr

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