Ahrensburg : „Kinderrechte im Grundgesetz verankern“

Sie unterstützen die Stormarner Kindertage: Vertreter des Stadtjugendringes, der AWU und des DRK zusammen mit Kinderschutzbund-Geschäftsführer Ingo Loeding (5. von links), neben ihm Bürgermeister Michael Sarach und (mit Plakat) Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, der die Schirmherrschaft übernommen hat. 400 dieser Wimpel mit Kinderrechten und Kinderwünschen sollen zum Auftakt am 12. September an der Großen Straße in Ahrensburg flattern.
Sie unterstützen die Stormarner Kindertage: Vertreter des Stadtjugendringes, der AWU und des DRK zusammen mit Kinderschutzbund-Geschäftsführer Ingo Loeding (5. von links), neben ihm Bürgermeister Michael Sarach und (mit Plakat) Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, der die Schirmherrschaft übernommen hat. 400 dieser Wimpel mit Kinderrechten und Kinderwünschen sollen zum Auftakt am 12. September an der Großen Straße in Ahrensburg flattern.

Die Schlossstadt ist das Zentrum der 16. Stormarner Kindertage vom 12. bis 24. September.

shz.de von
08. September 2016, 06:00 Uhr

„Jetzt sind die Kinder dran!“ Das Motto der 16. Stormarner Kindertage (12. bis 24. September) ist nicht nur eine Aufforderung, sondern auch ein deutlicher Hinweis darauf, dass – so Ingo Loeding vom Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) – „Kinder auch heute noch einen geringen Status in unserer Gesellschaft haben.“ Bei der Präsentation des Programms im Ahrensburger Rathaus forderte der Geschäftsführer des DKSB-Kreisverbandes Stormarn außerdem, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. In der Verfassung des Landes Schleswig-Holstein befasst sich Artikel 10 mit dem Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Rund 40 Organisationen, Jugendeinrichtungen und Schulen wollen mit mehr als 100 Veranstaltungen an 15 Orten des Kreisgebietes ein deutliches Zeichen für mehr Kinderfreundlichkeit und Kindergerechtigkeit im Kreis Stormarn setzen – die Schirmherrschaft hat wieder Kreispräsident Hans-Werner Harmuth übernommen.

Ahrensburg wird mit der Hälfte aller Veranstaltungen in diesem Jahr zur „Schwerpunktstadt“ der Kindertage. Zum Auftakt am 12. September sollen etwa 400 Wimpel mit Kinderrechten und Kinderwünschen entlang der Großen Straße flattern, zum Abschluss gibt es dort am 24. September ein Kinderrechtefest (15 bis 18 Uhr).

Das Programm der Kindertage richtet sich an Kinder, Jugendliche, Eltern, Fachkräfte und Interessierte, die Bandbreite reicht von Elternabenden über Spielterminen bis zu Aktionen gegen Kinderarmut, Sport- und Bildungsangeboten und speziellen Angeboten für Flüchtlingskinder.

Zwei Beispiele aus dem Veranstaltungskalender: Fest ohne Grenzen vom „NetzWerk Migration & Integration“ im Kulturzentrum Marstall (18. September ab 14 Uhr) und eine Podiumsdiskussion „Hat Stormarn genug Fachkräfte für seine Kinder?“ am 21. September ab 19 Uhr im Peter-Rantzau-Haus Ahrensburg.
Die Stormarner Kindertage sind die größte Veranstaltungsreihe zu den UN-Kinderrechten – „kreisweit und wohl auch landesweit“, sagte Ingo Loeding. Ein Termin gehört – leider – in jedem Jahr dazu: Am Weltkindertag (20. September) werden Papierfähnchen vor dem Schloss die Kinderarmut im Kreis Stormarn symbolisieren. Im vergangenen Jahr waren es 6500 Fähnchen, in diesem Jahr, so schätzt Loeding, werden es 7000 sein – „die Flüchtlingskinder kommen hinzu.“

>Das vollständige Programm unter: www.kindertage.com

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