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„Kinderhaus“: Ahrensburgs ältester Kindergarten gibt auf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Schluss, aus und vorbei: Der älteste und einzige privat geführte Kindergarten in der Schlossstadt wird nach mehr als 40 Jahren seine Türen für immer schließen. Der 1973 von Linksliberalen gegründete Elternverein „Kita Kinderhaus“ gibt auf, nachdem die Stadt die Verträge für die Villa im Ahrensfelder Weg 41 a gekündigt hatte – vorsorglich und vorbehaltlich der politischen Beschlüsse.

Die fielen jetzt im Sozialausschuss. Man habe sich die Entscheidung. nicht leicht gemacht, der Kündigung aber „schweren Herzens“ doch zugestimmt, so Ausschussvorsitzende Doris Brandt (CDU). Die Kinderhaus-Eltern hätten über Jahrzehnte „tolle Arbeit geleistet“, aber offensichtlich sei dieses Konzept nicht mehr zeitgemäß, und „es ist nicht abzusehen, dass es wieder nachgefragt wird.“

Zurzeit werden im Ahrensfelder Weg nur zwölf Kinder betreut, von denen 2014 fünf schulpflichtig werden. Großes Neuinteresse gibt es nicht mehr, weil die Mithilfe der Eltern gefragt ist und die Betreuungszeit um 12.30 Uhr endet – aber auch aufgrund der öffentlichen Diskussion. Zwar hatte der Vereinsvorstand angekündigt, dass man das Konzept verändern und die Öfnungszeiten verlängern werden, „wir sind aber mit unseren Kräften am Ende, physisch und psychisch, und hatten kaum Rückhalt bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Es ging einfach nicht mehr“, begründet Vorsitzende Jessica Dreher, warum man entschied, einen Schlussstrich zu ziehen. Das hatte der Verein auch den Ausschussmitgliedern geschrieben, ebenso, dass man auf die Unterstützung der Stadt hoffe, wenn die Eltern neue Plätze für ihren Nachwuchs suchen.

„Natürlich wird man versuchen, die Wünsche Eltern zu erfüllen“, so Doris Brandt. Die FDP, die in der Sitzung einen Änderungsantrag in diese Richtung eingebracht hatte, zog ihn wieder zurück. Der Kündigung stimmte die FDP nicht zu.

Für den Hort werden die Räumlichkeiten im Ahrensfelder Weg zum Schuljahr 2014/2015 zu einem Essraum umgebaut. Geschätzte Kosten: 22 000 Euro. „Das ist eine gute Übergangslösung, weil es keine Bauarbeiten in der Schule gibt und man nicht sehr viel Geld in die Hand nehmen muss“, sagt Doris Brandt.

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erstellt am 12.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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