"Kinder-Demo" für einen Zebrastreifen

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15. Juni 2009, 09:29 Uhr

Trittau | Sie tun viel, um vielleicht doch noch einen Zebrastreifen an der Peter-Fechner-Straße durchzusetzen, und sie ziehen alle an einem Strang: als die BGT (Bürgergemeinschaft Trittau) zur Protestaktion einer "Kinder-Demo" aufgerufen hatte, versammelten sich auch Mitglieder aus SPD und CDU. Natürlich war auch die K.I.T. (Kinderinitiative Trittau) dabei, die jüngst Bürgermeister Nussel eine Unterschriftenliste vorlegte sowie der Kreiselternbeiratsvorsitzende Sven Höper und zur Beaufsichtigung der Demo zwei Polizeibeamte. Ebenso auch Eltern und Kinder - die allerdings wetterbedingt nur in geringer Zahl: Dauerregen machte der Protestaktion einen Strich durch die Rechnung, der Fußmarsch zur Gadebuscher Straße bis zur Einmündung Peter-Fechner-Straße wurde noch am Treffpunkt Europaplatz kurzfristig abgesagt.

Dabei war alles gut vorbereitet: Für die Durchsagen ein Megaphon und Sicherheitswesten für die Organisatoren, so sollte die Gruppe ihr Ziel erreichen. "Bei gutem Wetter hätten wir mit etwa 100 Kindern gerechnet", bedauerte der BGT-Vorsitzende Michael Amann und wollte, um den Protest zu verdeutlichen, an der vorgesehenen Stelle symbolisch einen Zebrastreifen "auslegen". Für die Teilnehmer sollten sogar Getränke bereit gestellt werden. Für diese Demo hat der Kreiselternbeiratsvorsitzende an alle Fünft- und Sechstklässler Einladungen verteilen lassen: "Die ganze Elternschaft befürwortet einen Zebrastreifen oder eine Alternativlösung. Für uns ist es unverständlich, dass so sehr auf den Buchstaben des Gesetzes herumgeritten wird", so Höper. "Wenn der Kreis, aus welcher Begründung auch immer, den Zebrastreifen verweigert, werden wir nach anderen Möglichkeiten suchen", sagt BGT-Schatzmeister Horst Schumann und freut sich mit Axel Zimmermann, Sprecher der K.I.T., über die Solidarität: "Nur mit ausgelegten Listen in den Geschäften, Kindergärten und bei Anwohnern haben wir innerhalb von drei Wochen 741 Unterschriften gesammelt." Die einhellige Stimmung aller Fraktionen: "An Kindern darf nicht gespart werden", und wollen sich anstelle eines Zebrastreifens für die Alternative einer Fußgänger-Bedarfsampel einsetzen.

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