Alltag : Keine Zeit für Euphorie

Nach der Pokalparty folgt gleich der alltag für Lübecks Nils Lange (Mitte) und Co.
Nach der Pokalparty folgt gleich der alltag für Lübecks Nils Lange (Mitte) und Co.

Fußball-Regionalligist VfB Lübeck hat kurz nach dem Erfolg im SHFV-Pokal der Alltag wieder. Am Sonnabend (15 Uhr) geht es im Landescup nach Löwenstedt.

shz.de von
17. Juli 2015, 07:00 Uhr

Die Spieler des VfB Lübeck genossen am Mittwochabend ihren Pokaltriumph. Unmittelbar nach dem Abpfiff feierten sie nach dem 1:0 über Fußball-Drittligist Holstein Kiel mit ihren Anhängern – die Regionalliga-Kicker wirkten ausgelassen. Maurice Maletzki schwebte zunächst regelrecht auf „Wolke sieben“, war vor allem von der Stimmung an der Lohmühle beim SHFV-Pokalfinale der Saison 2014/2015 beeindruckt. „Das hatte ich mir nicht wirklich so vorgestellt. Schon wie wir ins Stadion reinmarschiert sind, hatte ich einen Gänsehaut“, bekannte der Neuzugang aus Havelse und fügte an: „Dass wir am Ende dann sogar gewinnen – und das meiner Meinung nach auch völlig verdient – toppt das alles natürlich noch.“ Es folgte später eine kleine Feier in der Kabine. Ansonsten hielt die Euphorie im Lager der Grün-Weißen nur kurze Zeit an. Gründe dafür gab es viele: Zum einen steht am Sonnabend das nächste wichtige Match. Zum anderen hatte die meisten Kicker gestern bereits der Alltag wieder. „Wir genießen das kurz. Eine große Feier findet aber nicht statt. Ich persönlich darf schon um 6.30 Uhr wieder aufstehen, da geht es zur Arbeit“, erklärte Nils Lange, der bei einer Spedition beschäftigt ist.

Das nächste wichtige Match ist das Achtelfinale im schleswig-holsteinischen Landespokal bei Verbandsligist SV Blau-Weiß Löwenstedt (Anpfiff 15 Uhr). Nachdem die Lübecker durch den SHFV-Pokal in der vergangenen Saison bereits den Sprung in den DFB-Pokal geschafft hatten und in der ersten Runde am Sonntag, den 9. August (16 Uhr), den SC Paderborn empfangen, bietet auch die Runde 2015/2016 die große Chance, sich für den Cup zu qualifizieren. „Die Saisoneröffnung gegen Holstein Kiel ist gut gelungen. Nicht mehr und nicht weniger. Doch wir wissen, wo wir herkommen, dass wir nichts erreicht haben. Deshalb gehen wir absolut fokussiert in die Begegnung und werden Löwenstedt sicherlich nicht unterschätzen“, bestätigt Lange.

Unterstützung bei dieser Ansicht erhält der VfB-Routinier von seinen Mannschaftskollegen, die allesamt geerdet bleiben. „Der Pokalsieg, die Stimmung im Stadion gegen Holstein und unsere Leistung waren schon gut. Euphorisch werden wir deshalb nicht sein, das alles zu hoch bewerten auch nicht“, versprach Christopher Kramer. „Uns ist bewusst, dass noch eine Menge Arbeit vor uns liegt bis zum Regionalliga-Start gegen den FC St. Pauli II. Deshalb werden wir auch am Sonnabend hochkonzentriert und mit vollem Einsatz zu Werke gehen“, erklärte der Schütze des „goldenen Tores“ vom Mittwoch. Moritz Marheineke ergänzte: „In Löwenstedt steht eine wichtige Aufgabe bevor, die es zu lösen gilt. Wir wollen auch das nächste Jahr wieder im DFB-Pokal spielen. Dafür werden wir alles geben und bleiben auf dem Boden. Alles andere entspricht nicht unserer Mentalität“, so der Kapitän der Lübecker.

Infos zum Spiel

 

Anpfiff: Sonnabend, 15 Uhr, Au-Wiesen-Platz, Ostenauer Weg 1, 25864 Löwenstedt.

Schiedsrichter: Jannik Schneider (Eggebek).

Nicht dabei: Alexsandar Nogovic (Adduktoren), Lukas Knechtel (Oberschenkel).

Voraussichtliche Aufstellung des VfB Lübeck: Kostmann – Sievers, Wehrendt, Marheineke, Sirmais – Meyer, Voß – Richter, Maletzki, Senger – Kramer.

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