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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 07:20 Uhr

Personalsorgen : Keine Kritik trotz Niederlage

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Verbandsligist VfL Tremsbüttel unterliegt TSV Pansdorf mit 1:2 (0:1). Gleich 13 Spieler fehlten bei den Stormarnern, deren Trainer Marco Schier sich insgesamt zufrieden zeigte.

Der laute Jubel auf Seiten des TSV Pansdorf nach Schlusspfiff sagte alles. Die Gäste wussten, wie viel Glück sie gehabt hatten, die Partie in der Fußball-Verbandsliga beim VfL Tremsbüttel als Sieger zu beenden. Die Gastgeber, bei denen gleich 13 Spieler fehlten, unterlagen denkbar knapp mit 1:2 (1:0). „Auf den Gegner haben wir erst Mal gar nicht geschaut. Bei so vielen Ausfällen bringt das auch nichts. Also habe ich gesagt: Lasst die einfach in ihrer Hälfte spielen und machen, was sie wollen“, erklärte VfL-Coach Marco Schier die ausgegebene Marschroute: „Wenn wir sie in unserer Hälfte direkt stellen, werden sie lange Bälle spielen. So war die Vermutung. Und das hat wunderbar geklappt. Viel ist ihnen nicht eingefallen. In der ersten Halbzeit hatte Pansdorf keine echte Chance.“

Tatsächlich war es so, dass Tremsbüttel in der insgesamt ausgeglichenen Partie in den ersten 45 Minuten die besseren Szenen hatte und verdient durch einen Heber Jan Beyers aus 20 Metern über den verdutzten TSVP-Keeper Jens Rathje (31.) in Führung gingen. Überhaupt kam die Defensive der Gäste schnell ins Schwimmen, wenn der VfL schnelle Konter setzte. Zur Pause hatte die Schier-Elf alles im Griff und führte verdient.

Das blieb auch nach Wiederanpfiff zunächst so. Doch die Gäste wurden aggressiver – und nervös. Jeder Pfiff des Schiedsrichters wurde kommentiert, jeder verlorene Zweikampf moniert. „Dieses Verhalten ist nicht untypisch für Pansdorf, wenn sie unter Druck geraten. Da wollten wir sie haben – sie waren genervt von unserem Spiel“, erklärte Schier.

Doch Pansdorf schien mit diesem Verhalten Schiedsrichter Steffen Brandt unsicher zu machen. Er übersah beim Ausgleich durch Alexander Briegert (60.) dessen Abseitsstellung. Nach dem 1:1 verlor Tremsbüttel kurz den Faden. Das reichte den Pansdorfern, um durch Leon Dippert auf 2:1 zu erhöhen (63.). Tremsbüttel drängte sofort auf den Ausgleich. Cedric Lühmann und Beyer hatten diesen jeweils auf dem Fuß, scheiterten aber knapp. Kurz vor Schluss gab es auf der anderen Seite die Rote Karte gegen den eingewechselten Patrick Abraham und Elfmeter für Pansdorf (88.). „Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter da gesehen hat“, sagte Schier. Sascha Koch traf, wurde aber zurückgepfiffen, da die Gästespieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Den zweiten Strafstoß hielt dann VfL-Keeper Andre Philipp (89.). In der Nachspielzeit verpasste Tremsbüttel den möglichen Ausgleich. „Das Absurde ist, dass wir verlieren und ich gar nichts zu bemängeln habe. Die Mannschaft hat das erstklassig gemacht – trotz 13 Ausfällen“, bilanzierte Schier.

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