Klein Wesenberg : Keine Fördermittel: Anbau der Kita Sterntaler kostet 600.000 Euro

Die Behelfscontainer werden durch einen Neubau ersetzt.
Die Behelfscontainer werden durch einen Neubau ersetzt.

Die Gemeinden müssen für den geplanten Neubau ohne Fördermittel auskommen.Im Frühjahr 2021soll der Anbau fertig sein.

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22. Januar 2020, 12:22 Uhr

Klein Wesenberg | Die Ev. Kita Sterntaler ist ein interkommunales Projekt und wird seit ihrem Bau 1995 von den Gemeinden Klein Wesenberg, Barnitz und Wesenberg finanziert, Träger ist aber der Kirchenkreis, Grundstückseigentümerin die Kirchengemeinde.

Steigende Kinderzahlen

Vor sechs Jahren musste die Kita aufgrund steigender Kinderzahlen durch einen Container erweitert werden. Ein Neubau kam damals nicht in Frage, da die Gemeinden mit einer Abnahme der Kinderzahlen rechneten. Doch das Gegenteil war der Fall. Mehr als 70 Kinder werden derzeit in vier Gruppen betreut.

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Bittere Absage: Keine Fördermittel

Der Container ist inzwischen arg in die Jahre gekommen. „Das Amt Nordstormarn hat die Container in Augenschein genommen, das Ergebnis war niederschmetternd. Die Container sollten umgehend entsorgt werden. Das bedeutet, dass wir so schnell wie möglich mit dem Neubau beginnen müssen“, erklärte Ernst Weise-Pnischak, der Vorsitzende des Finanz- und Bauausschusses, auf dem Neujahrsempfang in Klein Wesenberg. Die drei Gemeinden entschieden sich für einen modernen Anbau. Kostenpunkt: Stolze 600.000 Euro.

Gemeinden müssen Kosten selbst tragen

Die Kommunalpolitiker rechneten mit Fördermitteln aus dem Investitionsprogramm in Höhe von 75 Prozent. Doch die Gemeinden erhielten eine bittere Absage und müssen nun alle Kosten selbst tragen. Besonders hart trifft es Klein Wesenberg, denn die Gemeinde muss den Löwenanteil von 270.000 anstatt der eingeplanten 67.500 Euro aufbringen. Wesenberg muss 150.000 anstatt 37.500 Euro, Barnitz 180.000 Euro anstatt 45.000 Euro zahlen.

Kita proppevoll

Die Demontage der Container kostet weitere 11.250 Euro. Trotzdem soll es zügig weitergehen, denn die Kita platzt aus allen Nähten. Die Planungen sind abgeschlossen, die Ausschreibung läuft. „Wir warten auf den Baubeginn“, so Bürgermeister Herbert David. Der Neubau soll mit Schlafzimmer, Gruppenraum und Spielflur Platz für 20 Krippen-Kinder bieten. Momentan gibt es nur eine Gruppe für Unter-Dreijährige. Weise-Pnischak zeigt sich zuversichtlich:

Wenn alles glatt läuft, können die Kinder bereits im März in die Interimsräume im Gemeindehaus umziehen, so dass dann mit der Demontage und mit dem Bau begonnen werden kann. Ernst Weise-Pnischak, Vorsitzender des Finanz- und Bauausschusses
 

Ziel ist die Fertigstellung im Frühjahr 2021.

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