Endspurt : Keine Experimente zum Abschluss

Von den neun Spielern, die bisher ihren Abschied vom VfB Lübeck angekündigt haben, wird wohl nur Torhüter Briant Alberti (Mitte) gegen Meppen in der Startelf stehen.
Von den neun Spielern, die bisher ihren Abschied vom VfB Lübeck angekündigt haben, wird wohl nur Torhüter Briant Alberti (Mitte) gegen Meppen in der Startelf stehen.

Fußball-Regionalligist VfB Lübeck will mit Sieg in Meppen noch am Konkurrenten vorbeiziehen. Von den neun Abwanderern wird wohl nur einer in der Startelf stehen.

shz.de von
22. Mai 2015, 07:00 Uhr

Die letzte Reise der Saison führt den Fußball-Regionaligisten VfB Lübeck heute nach Meppen. Im Duell des Sechsten gegen den Achten geht es noch um einen positiven Saisonausklang. „Wir wollen schon versuchen, mit einem Sieg noch an Meppen vorbeizuziehen. Wir werden in der Aufstellung nicht groß experimentieren“, sagt VfB-Trainer Denny Skwierczynski.

Und so wird von den neun Spielern, die den VfB definitiv verlassen werden, wohl nur Torhüter Briant Alberti, der den rotgesperrten Jonas Toboll ersetzt, von Beginn an auflaufen. Der 22-jährige Keeper sucht in der kommenden Saison eine neue Herausforderung. Er wird den VfB ebenso verlassen wie Finn Thomas und Sascha Steinfeldt (beide zum TuS Dassendorf), Marcel Dümmel (Studium in den USA), Thorben Wurr (Studium in Westdeutschland), Hayri Akcasu (zurück in die VfB-Verbandsliga-Elf) sowie Tomek Pauer, Ricardo Radina und Arnold Suew, deren Verträge nicht verlängert werden.

Trotz dieser neun Abgänge ist der Umbruch nur auf den hinteren Plätzen groß – sportlich schmerzt einzig der Verlust von Thomas wirklich. „Ziel ist es einfach, sich zu verbessern“, erklärt Skwierczynski. „Wir stehen mit ein paar Spielern in guten Gesprächen. Aber vielleicht muss man auch hier und da ein wenig Geduld haben.“ Der Markt gerate schließlich in Bewegung – auch weil einige Zweit- und Drittligisten in Ost- und Westdeutschland ihre U  23-Teams zur neuen Saison abmelden. „Da sind Spieler auf dem Markt, die gerne in die 3. Liga wollen“, glaubt Skwierczynski. „Aber nicht jeder wird auch die Möglichkeit dazu bekommen.“ Folglich kann man sich beim VfB vorstellen, auch bis nach dem Trainingsstart am 22. Juni noch Plätze im Kader offen zu halten.

Machbar ist das, weil ein Gerüst des Kaders ohnehin steht. Die Stammelf der vergangenen Wochen wird vermutlich komplett beisammen bleiben. Auch die Gespräche mit Andre Senger, Dennis Wehrendt und Kevin Wölk, die noch nicht verlängert haben, sollen überwiegend positiv verlaufen sein. Mit Maurice Maletzki (TSV Havelse), Yannick Bremser (Eutin 08), Enes Dagli und Cemal Sezer (beide eigene A-Jugend) stehen bislang vier Neuzugänge fest.

Das bisherige Team wird die Saison auf der Rückfahrt aus Meppen gemeinsam ausklingen lassen. Geplant ist ein „Zwischenstopp“ in Hamburgs Nachtleben, ehe am Sonnabend der Urlaub vom Fußball beginnt.

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