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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 18:11 Uhr

Keine Einigung auf Eintrittspreise

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Streit um Ergebnis der Arbeitsgruppe / Patt bei zwei Abstimmungen: Keine neue Preisliste für das Oldesloer Hallenbad

Für das umgebaute Oldesloer Hallenbad gibt es mal grade einen ziemlich vagen Eröffnungstermin, trotzdem versuchen die Parteien schon wieder, sich im Hauptausschuss gegenseitig nass zu machen.

Der Hauptausschuss hatte im Januar einen Arbeitskreis ins Leben gerufen. Vertreter von Vereinen sowie Schulen, Politik und Stadtwerken sollten dort ein Preis- und Nutzungskonzept erstellen. Der zu dem Zeitpunkt vorliegende Vorschlag der Stadtwerke zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten war durchgefallen: Zu hoher Eintritt, zu wenig Öffnungszeit.

Die Arbeitsgruppe hat bislang zwei Mal getagt und ein Ergebnis vorgelegt: Die Nutzer konnten sich auf einen Belegungsplan einigen. Auch bei den Öffnungszeiten herrscht Einigkeit: Montags bleibt das Bad für die Öffentlichkeit geschlossen (Vereine und Kurse können aber rein), dienstags bis freitags ist von 6 bis 9 Uhr Frühschwimmen möglich. Dienstags, mittwochs, freitags und sonnabends soll das Bad von 13 bis 21 Uhr, donnerstags von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein. Ein Vorschlag.

Auch bei den Eintrittspreisen ist die Haltung der Arbeitsgruppe eindeutig: Ein Jahr lang bleiben die alten Preise bestehen. Aufgrund der dann gesammelten Erfahrungen sollte eine betriebswirtschaftliche Auswertung erfolgen. Der Arbeitskreis würde eine neue Empfehlung aussprechen.

Die Arbeitskreismitglieder waren sich bewusst, dass die finanziellen und personellen Auswirkungen dieses Vorschlags bislang nicht berücksichtigt sind. Das soll bei der nächsten Sitzung passieren.

Im Januar war beschlossen worden, die alten Eintrittspreise bis zum Jahresende unverändert zu lassen. Da war man noch von einer Eröffnung im Sommer ausgegangen. Öffnet das Travebad tatsächlich Mitte November, wären das mal grade sechs Wochen. Die CDU stellte deshalb den Antrag, alten Preise bis zur Sommerpause 2014 beizubehalten. Gleichzeitig beantragten die Christdemokraten, einen professionellen Berater oder Dienstleister zu beauftragen. Das könnte etwa 30 000 Euro kosten.

Damit war die Wasserschlacht quasi eröffnet. Horst Möller machte die Argumentation der CDU deutlich: „Das ist ein großes Wünsch-dir-was. Wir haben ein Minus von 1 Million Euro. Ein Dienstleister könnte die Belegungspläne grade rücken.“ Fraktionskollegin Birgit Reichardt-Mewes ergänzte: „Wenn wir das Bad nach vorne bringen wollen, sind wir überfordert.“

Auf der anderen Seite des Sitzungstisches sieht man das anders. „Das ist eine Untergrabung der Arbeitsgruppe“, kritisierte Björn Wahnfried (SPD). Der Grüne Wilfried Janson stimmte ihm zu: „Wir nehmen die Arbeitsgruppe ernst.“ Deshalb kam von der SPD der Antrag, den AG-Vorschlägen zu folgen. Auch Stadtwerke-Chef Jürgen Fahl hält einen externen Berater für „zurzeit nicht notwendig. Wir betreiben seit fast 40 Jahren Bäder, wir sind nicht unbeleckt.“

Die Front war verhärtet. Erst recht als Gudrun Möllnitz (CDU) mitteilte, dass ihr Mann, der CDU Kreistagsabgeordnete Uwe Möllnitz, als Experte sicher etwas zur Klärung beitragen könne. Da witterte Maria Herrmann schon, dass Beratungsaufträge zugeschustert werden sollen.

Bei der anschließenden Abstimmung gab es sowohl beim SPD- wie auch beim CDU-Antrag jeweils Stimmengleichheit – beide abgelehnt. Da mit ist noch nicht wirklich was versenkt, denn damit gilt der Januar-Beschluss, dass die Eintrittspreise bis Jahresende bleiben, weiter. Vielleicht kommt ja nächsten Monat ein mehrheitsfähiger Vorschlag auf den Tisch.

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 21.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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