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Drei Fragen an SPD-MdB Franz Thönnes : Keine Angst vor Fracking?

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stormarn ist von den Erlaubnisfeldern Schwarzenbek und Leezen betroffen. Eine Veranstaltung mit zwei SPD-Abgeordneten will aufklären

Über Fracking, die möglichen Auswirkungen von Bohrungen, Öl- und Gasförderung wird in der Region seit längerem diskutiert. Stormarn ist von den Erlaubnisfeldern Schwarzenbek und Leezen betroffen, was zu Protesten und zahlreiche Initiativen von Bürgern und Gemeinden führte. Dabei wurden auch Forderungen an die Bundesregierung laut, gesetzliche Änderungen am Bergrecht vorzunehmen.

Die SPD-geführten Ministerien für Wirtschaft und Umwelt haben dazu ein Eckpunktepapier vorgelegt. Franz Thönnes, SPD-Bundestagsabgeordneter für Segeberg/Stormarn-Mitte, will am Mittwoch, 22. Oktober, in Leezen die „roten Linien“ für die Aufsuchung und Förderung von Kohlenwasserstoffen erläutern und die Planungen der Bundesregierung vorstellen. „Umweltgefährdendes Fracking verhindern! Natur und Menschen schützen“, heißt die Diskussionsveranstaltung an dem Mittwoch ab 19 Uhr im Hotel Teegen. Als Referent führt der SPD-Abgeordnete Matthias Ilgen aus Nordfriesland, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, in das Thema ein. Der Leezener Bürgermeister und Amtsvorsteher, Ulrich Schulz, wird anschließend aus Sicht der Kommunalpolitik sprechen. Im Anschluss ist Gelegenheit zur Diskusion.

 

Drei Fragen zum Fracking an Franz Thönnes

Wie gefährlich ist Fracking?

Wir müssen unterscheiden zwischen konventionellem Fracking, das es in Deutschland, vor allem in Niedersachsen, seit 40 Jahren gibt, ohne dass es zu Vorfällen gekommen ist, und dem Fracking, wie es in Nordamerika praktiziert wird. Konventionelles Fracking bleibt grundsätzlich möglich, aber es wird schärfere Regeln geben.

Zum Beispiel?

Umweltverträglichkeits- und Wassergefährdungsprüfungen, bei denen die Beweislast bei den Unternehmen liegen wird. In Schutzgebieten wie dem Travetal oder der Ammersbek-Niederung wird überhaupt kein Fracking möglich sein.

Was ist mit dem Bergrecht?

Es wird auch eine Reform, des Bergrechts angestrebt. Wir wollen die Befugnisse für die Länder vergrößern, die dann mit dem Instrument der Landesplanung Fracking ausschließen können.

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erstellt am 19.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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