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Bürgerwindpark : Keine Angst vor den Windmühlen!

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Für die Klima-Initiative Bargteheide liegen die Vorteile einer Ansiedlung auf der Hand / Aufgestellte Behauptungen stimmen nicht

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 09:45 Uhr

Bargteheide | Der Feldzug der Wählergemeinschaft und der FDP gegen die Ansiedlung von Windrädern auf einer ausgewiesenen Fläche von gut 20 Hektar am Glindfelder Weg hat nicht nur den Karikaturisten Uwe Schildmeier auf den Plan aufgerufen, sondern auch die Initiative Bürger für Klimaschutz in Bargteheide.

Sprecher Wolfgang Apel wehrt sich gegen die Behauptungen, die von den Gegnern der Windenergieanlagen (WEA) verbreitet werden. So bestreitet er entschieden die angebliche Gesundheitsgefährdung durch Infraschall. Infraschall entsteht, wenn Luftschwingungen so niedrig sind, dass man sie gar nicht mehr hören, sondern nur noch fühlen kann. Niederfrequente Schwingungen (von weniger als 20 Hertz) entstehen bei Gewittern, Erdbeben, durch vorbeifahrende Lastwagen oder Eisenbahnen und selbst im Pkw.

Apel räumt ein, dass solcher Lärm für den Menschen unangenehm sei und sogar die Gesundheit beeinträchtigen könne. Dazu müsse aber noch etwas dazu kommen, nämlich die Lautstärke (Schalldruckpegel). Die aber sei bei den heutigen Windenergieanlagen so gering, dass eine Beeinträchtigung durch Infraschall nach heutigem Stand der Wissenschaft auszuschließen sei. Der In fraschall im eigenen Pkw sei lauter als der einer Windkraftanlage in 200 Meter Entfernung.

Drei Windenergieanlagen in Bargteheide könnten pro Jahr 25 000 Mwh Strom erzeugen, weiß der Sprecher der Initiative. Das sei laut Klimaschutzkonzept mehr, als alle privaten Haushalte der Stadt zusammen verbrauchten (23 000 Mwh). In nur 4,5 Kilometer Entfernung von der ausgewiesenen Fläche stehe das alte Umspannwerk der Stadt. Der hier erzeugte Strom könne also direkt ins Bargteheider Stromnetz eingespeist werden. Apel hebt weiter hervor: "Natürlich gehen auch bei Windflaute nicht die Lichter in Bargteheide aus. Denn selbstverständlich bleibt die Stadt weiter ans allgemeine Stromnetz angeschlossen."

Zu der Frage, wer denn vom geplanten Bürgerwindpark profitieren würde, erklärt er: "Natürlich bekommen die fünf Landwirte, denen die Fläche gehört, eine angemessene Pacht. Und natürlich profitieren die Handwerker der Region von Aufträgen für Aufstellung, Wartung, Reparaturen. Der entscheidende Vorteil eines Bürgerwindparks aber ist, dass sich jeder Bürger aus den betroffenen Gemeinden Bargteheide, Kleinhansdorf und Jersbek ab 1000 Euro an der Wind-GmbH beteiligen kann. Jeder Euro, der mit den WEA erwirtschaftet wird, bleibt also in der Region." Das, so Apel, sei ein entscheidender Pluspunkt nach dem Klimaschutzkonzept.

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