Favoritensieg : Kein Tag für große Überraschungen

Stürmischer Jubel: Die Spieler des SV Eichede feiern den Turniersieg – und beschädigen dabei den Pokal.
Stürmischer Jubel: Die Spieler des SV Eichede feiern den Turniersieg – und beschädigen dabei den Pokal.

Fußball-SH-Ligist SV Eichede gewinnt souverän 31. Rudi-Herzog-Pokal des VfL Oldesloe. Die Gastgeber sichern sich Rang drei.

shz.de von
05. Januar 2015, 07:00 Uhr

Je länger das Turnier lief, desto stürmischer agierte der Favorit. Nach souveräner Vorrunde belegten das vor allem die Finalspiele des SV Eichede beim 31. Rudi-Herzog-Pokal des VfL Oldesloe. Im Halbfinale schoss der Fußball-SH-Ligist die Gastgeber (Kreisliga) mit 6:0 aus der Halle, im Endspiel hatte Verbandsligist Grün-Weiß Siebenbäumen beim 0:3 keine Chance. Der Höhepunkt des stürmischen Auftritts folgte dann bei der Siegesfeier, als während der Jubelwelle sogar der Pokal zu Bruch ging – die Plakette brach ab. Ein Schaden, der sich allerdings reparieren lässt.

Ganz so viel Elan hatte der Vorjahressieger und Favorit aus der SH-Liga zu Beginn jedoch nicht an den Tag gelegt. Statt Budenzauber bot das Team von Trainer Oliver Zapel vor 341 Zuschauern in der ausverkauften Stormarnhalle zunächst eine zurückhaltende Vorstellung – wenn auch eine souveräne. In Spielen, die eng zu werden drohten, zogen die Steinburger das Tempo im Stil einer Spitzenmannschaft an und marschierten ohne Punktverlust durch die Vorrunde. „Zu Beginn war es eine vor allem konzentrierte Leistung. Wenn eine Mannschaft jedes Spiel gewinnt, kann man aber nur von einem verdienten Turniersieg sprechen – und das, obwohl der relativ rutschige Hallenboden nicht die beste Rahmenbedingung geboten hat“, sagte Zapel zufrieden.

Während sich der Titelverteidiger keine Blöße gab, blieb die Frage, wer sich hinter den Steinburgern einreihen würde. Verbandsligist Grün-Weiß Siebenbäumen überzeugte vor allem in der Offensive. Torhüter Björn Brinkmann hatte vor dem verdienten Finaleinzug gegen Eichede daher Hoffnung, dass sein Team für eine Überraschung sorgen könnte. „Wenn man so weit kommt, will man natürlich gewinnen, egal wie der Gegner heißt“, sagte er. Der SVE aber ließ sich nicht überraschen.

Die anderen beiden Verbandsligisten SSV Pölitz und VfL Tremsbüttel hatten sogar schon in der Vorrunde die Segel streichen müssen . Der hoch gehandelte Kreisliga-Tabellenführer Preußen Reinfeld kam in der Vorrunde sogar nur auf ein Tor und einen Punkt.

Für die größten Überraschungen sorgten daher die Gastgeber und die Qualifikanten vom All-Star-Team. Die All-Stars überzeugten vor allem mit geschicktem defensiven Stellungsspiel, das manchem Gegner den Nerv raubte. „Ich weiß nicht, ob das noch als abgeklärt durchgeht, wenn Spieler bei einer Führung ständig Zeit schinden. Das könnte von den Schiedsrichtern geahndet werden“, beklagte unter anderem Pölitz’ Helge Höppner, der gegen die All-Stars so in Rage war, dass er eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt. Nach dem Turnier am Vorabend ging den Qualifikanten zum Ende aber die Puste aus. Der VfL seinerseits zeigte Moral und ließ sich von der 0:7-Auftaktpleite gegen Siebenbäumen nicht einschüchtern. Neuzugang Jan Beyer schoss die Mannschaft von Trainer Marius Kuhlke schließlich im kleinen Finale auf Platz drei – gegen die All-Stars.  

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