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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 04:13 Uhr

Reinfeld : Kaum bezahlbare Wohnungen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) hatte ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Karpfenstädter und sagte Unterstützung zu.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2016 | 06:00 Uhr

Der erste Besuch Bettina Hagedorns (MdB, SPD) in diesem Jahr bei Bürgermeistern und Amtsvorstehern ihrer Wahlkreise Nordstormarn und Ostholstein galt der Karpfenstadt. Im Rathaus tauschte sie sich mit Bürgermeister Heiko Gerstmann und den Vertretern der vier Fraktionen über Themen aus, die den Reinfeldern unter den Nägeln brennen. An erster Stelle stand die Flüchtlingskrise und deren Bewältigung in den Kommunen. Über 70 Flüchtlinge leben in Reinfeld und sind, nach dem Wunsch aller Fraktionen, meist dezentral in und um die Karpfenstadt untergebracht.

Flüchtlinge vernünftig unterzubringen, sei ein Problemfeld aller Kommunen, so Hagedorn. Der Bundestag habe die Mittel erheblich aufgestockt – auf 1,8 Milliarden Euro pro Jahr. 2,2 Milliarden aus diesem Paket gehen an das Jobcenter, wovon Sprach- und Integrationskurse und Qualifikationen für Flüchtlinge, aber auch Maßnahmen für Langzeitarbeitslose finanziert werden. Auch Kitas und Krippen sind im Paket mit enthalten.

Hagedorn: „Davon profitieren indirekt die Kommunen.“ Sie werde sich dafür einsetzen, dass vom ganzen Paket auch etwas in ihrem Wahlkreis ankomme. Es sei schwer, bezahlbare Wohnungen zu finden – nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für sozial Schwache, alleinerziehende Mütter und Senioren. „In Reinfeld gibt es einen Bedarf an sozialem Wohnungsbau“, so Gerstmann. Am Schützenplatz soll bald ein größeres Gebäude entstehen, das von der Stadt angemietet wird und in dem sozial Schwache oder bei Bedarf auch Flüchtlingen untergebracht werden können.

„Wir haben in den letzten Jahren sehr viele neue Einfamilienhaus-Siedlungen gebaut und müssen jetzt in den Bebauungsplänen auch den sozialen Wohnungsbau wieder mehr berücksichtigen“, so Gerstmann. Die Menschen sollen vor Ort bleiben und nicht wegziehen, weil sie keine günstige Wohnung mehr finden. „Der Bund stellt hierfür hohe Fördermittel zur Verfügung,“, betonte Hagedorn – Barrierefreiheit und Energieeffizienz vorausgesetzt. Sie riet, nochmals einen Antrag auf freiwilligen Lärmschutz an der Bahn zu stellen, und sagte ihre Unterstützung beim Antrag auf einen Kreisel im Zuge der geplanten Brücke an der Bundesstraße 75 in Richtung Autobahn zu.

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