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Porträt für die Ewigkeit: : Katharina Duwe malt Klaus Plöger

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Bildnis des langjährigen Stormarner Landrats für die Galerie im Stormarnhaus wird bei der Verabschiedung am 22. April überreicht.

„Was ist denn das für ein Typ?“ so dachte Klaus Plöger zuerst, als er die Entwürfe sah, die Katharina Duwe für das mittlerweile 15. Porträt eines Stormarner Landrats angefertigt hatte. Dabei ist er – von der ersten Skizze bis zu den noch nicht ausgemalten Entwürfen – eindeutig zu erkennen, auch wenn der Gesichtsausdruck in jedem Bild etwas anders wirkt. Klar ist: Die imposante Ahnengalerie im Stormarnhaus erhält Ende April einen Klaus Plöger, der den Betrachter mit strengen Blick anschaut.

„Wenn man schon einen Kopf für die Nachwelt malt, möchte man ihn auch erfassen und den Charakter rüberbringen“, sagt Katharina Duwe, die aus der Großenseer Malerfamilie Duwe stammt und als eine der renommiertesten Künstlerinnen Norddeutschlands gilt. Bekannt geworden ist sie vor allem durch ihre Stadtlandschaften, in denen die Farben zerfließen und die Figuren schemenhaft bleiben.

„Das ist ja das Typische an meinen Bildern“, sagt die 63-Jährige, „deshalb war dieser Auftrag eine Herausforderung.“ Auch wenn sie „eigentlich gar keine Porträts mehr machen wollte“, stand nie zur Disposition, den Auftrag abzulehnen. „Und die Arbeit hat mir dann Spaß gemacht“, sagt die Künstlerin, die Klaus Plöger vor allem bei seinem Atelierbesuch 2012 kennen lernte. Der Landrat ist zwar nicht der Auftraggeber, sondern die Kulturstiftung Stormarn, aber als Vorsitzender der Aufsichtsrats konnte er durchaus einen Vorschlag für den Künstler machen, dem man folgte. „Katharina Duwe hat einen gewissen Namen, sie hat Bezug zu Stormarn, und ihre Kunst gefällt mir. Ich finde, dass sie sehr modern arbeitet“, sagt Plöger. Und schließlich solle das Bild „ja auch Qualität haben.“

Die Rolle als Modell bei Katharina Duwe hat dem Landrat durchaus gefallen. „Das war locker und hat mich nicht stundenlang gequält. Ich musste nicht die ganze Zeit still sitzen und durfte reden.“ Mehr als als dreimal musste der Barsbütteler auch nicht ins Atelier im Hamburger Karolinenviertel fahren. Katharina Duwe malte nicht nur nach dem lebenden Objekt, sondern auch nach Fotos, die sie selbst schoss. „Die Pressefotos, die Plöger mitgebracht hatte, konnte man gar nicht nehmen. Da sieht er sich ja nicht mal ähnlich“, sagt die Künstlerin.

Nur nach Fotografien wäre es aber gar nicht gegangen. „Er hat verschiedene Aspekte in seinem Gesicht, durchaus auch diesen Ziehen einer Flappe. Und die Nase ist prägend, war aber nicht besonders schwierig.“ Komplizierter war es, die Mischung aus Strenge, Ironie und leichter Überheblichkeit zu malen. „Ich denke, das habe ich hinbekommen“, sagt Katharina Duwe zu dem Entwurf, der es werden soll, obwohl sie ihn „eigentlich schon wegschmeißen wollte. Ich habe immer wieder Schichten abgekratzt und Farben neu aufgetragen. Ich denke, dass es jetzt ein gutes Bild geworden ist. Klaus Plöger guckt ein bisschen streng, ein bisschen von oben herab, ist um den Mund herum aber auch verschmitzt.“ Enthüllt wird das Bild am 22. April. Landrat Plöger bekommt es bei seiner offiziellen Verabschiedung überreicht.

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erstellt am 26.Mär.2016 | 06:00 Uhr

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