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Katastrophen-Schutz-Zentrum im Gewerbegebiet?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 02.Mär.2016 | 14:21 Uhr

Ein neues Stormarn Katastrophenschutz-Zentrum für die Hilfsorganisationen könnte im Bargteheider Gewerbegebiet Langenhorst neben dem Aldi-Zentrallager entstehen. Jedenfalls ist das das einzige geeignete Grundstück, das die Gruppe um Dagmar Thomitzek, Fachdienstleiterin in der Kreisverwaltung, ausfindig machen konnte.

Alle anderen untersuchten Standorte waren aus dem Raster gefallen. Eine Fläche im Gewerbegebiet in Lütjensee ist nicht zentral genug, im Sieker Gewerbegebiet ist die Zufahrt wegen Kreisverkehr und Ampeln wenig geeignet, das Hilfszentrum Bargteheide ist zu klein, ebenso das Grundstück der ehemaligen Rettungswache am Kreuz Bargteheide. Und in der Umgebung von Hammoor steht derzeit nichts zur Verfügung.

Den Auftrag für eine Standortsichtung hatte Dagmar Thomitzek vom Wirtschafts- Planungs- und Bauausschuss erhalten. Je eine Sanitätsgruppe vom ASB in Ahrensburg Oldesloe, von DRK und DLRG in Bargteheide sowie die Technische Einsatzleitung (TEL) sollten möglichst unter ein Dach. „Ich möchte hier für eine übergreifende Lösung werben“, sagte sie bei der Vorstellung der Standorte im Ausschuss. Weder in Ahrensburg noch in Bargteheide seien die Organisationen zurzeit optimal untergebracht. Wenn man Ehrenamtliche gewinnen und halten wolle, müsse es auch Duschmöglichkeiten und Umzugsräume geben.

Die Zusammenlegung in einem Zentrum wird schon länger diskutiert und grundsätzlich unterstützt die Politik die Idee auch, aber „muss wirklich alles an einem Standort sein?“, fragte Ausschussvorsitzender Wolfgang Gerstand (CDU). Insgesamt geht es um knapp 100 Personen aus den Hilfsorganisationen und der Feuerwehr, wobei der Löschzug Gefahrgut an seinem jetzigen Standort in Nütschau bleiben soll. Auch die Technische Einsatzleitung, die demnächst ein neues Fahrzeug bekommt, könnte andernorts untergebracht werden. Hans-Werner Harmuth (CDU): „Wir sollten immer auch Alternativen prüfen und die Kosten berücksichtigen. Es wäre falsch, bestimmte Standorte generell auszuschließen“.

Auch Landrat Klaus Plöger sprach sich für eine vergleichende Aufstellung der Standorte, Möglichkeiten und Kosten aus. Schließlich geht es bei einem Projekt dieser Größenordnung um viel Geld. „Es muss ein vernünftiges Gesamtkonzept sein. Wir müssen den Ehrenamtlichen auch in Zukunft Qualität bieten“, so Plöger.

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