Kat-Schutz-Gebäude werden komplett abgerissen

Sanierungsbedürftig: Bongossiholz-Brücke in Rümpel.  Foto: gus
Sanierungsbedürftig: Bongossiholz-Brücke in Rümpel. Foto: gus

Heute läuft die Frist ab, um Anträge für das Konjunkturprogramm II abzugeben. Gestern Abend beschloss der Planungsausschuss des Kreises die letzten "Feinheiten".

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08. Mai 2009, 10:34 Uhr

Bad Oldesloe | Für Infrastruktur und Städtebau stehen im Konjunkturprogramm landesweit 45,3 Millionen zur Verfügung. Anders als bei den Bildungsinvestitionen gibt es keine Kontingente für die Kreise, so dass völlig unklar ist, was vom Land in die Förderung genommen wird.

Der Kreis wird insgesamt Projekte für 1,92 Millionen Euro anmelden, die bis auf eine Sanierung der Kreisfeuerwehrzentrale in Nütschau (245 000 Euro) im Oldesloer Städtebauförderungs-Gebiet liegen. Der große Vorteil: Es sind nicht nur energetische, sondern auch städtebauliche Vorhaben förderfähig.

Insofern hat man die Gelegenheit am Schopf gepackt und das Katastrophenschutz-Gebäude in der Turmstraße angemeldet. 0,8 Millionen Euro hatte die Verwaltung für eine Sanierung angesetzt, nach einer Besichtigung der maroden Gebäude gestern Abend beschloss der Planungsausschuss, dass ein Komplettabriss mit anschließenden Neubau sinnvoller sei.

Die Sanierung des Innenhofs der Kreisverwaltung sowie Sanierung und Photovoltaik-Anlage für die Südwest-Seite des Verwaltungshochhauses stehen bereits im Haushalt, mit Förderung soll noch eine Photovoltaikanlage aufs Dach und der Parkplatzes neu gestaltet werden. Außerdem stehen noch der Einbau eines Aufzugs im Stormarnhaus (120 000 Euro), eine neue zentrale Infostelle im Hochhaus (80 000 Euro) und ein Vordach vor dem Kreistag (30 000 Euro) in der Liste.

Ebenfalls aufgenommen wurde die Sanierung der Brücke über die Bahn auf dem Radwanderweg zwischen Rümpel und Höltenklinken. Eigentlich sollte die 1988 gebaute Bongossiholz-Brücke "ewig" halten. Man habe aber festgestellt, dass die Verbindungsteile korrodiert, die Träger durchfeuchtet und der Bohlenbelag erneuerungsbedürftig seien, so Bauamtsleiter Klaus Kucinski. Glück im Unglück: Weil die Brücke in einer Aktiv-Region liegt, passt sie als Maßnahme für ländliche Infrastruktur in kommunaler Trägerschaft ins Konjunkturprogramm. Aus Holz werden solche Brücken grundsätzlich nicht mehr gebaut. Die Straßenbauverwaltung empfiehlt Aluminium. Kosten: 236 000 Euro, 109 000 sollen vom Bund kommen.

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