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Stormarner Tageblatt

22. August 2017 | 17:29 Uhr

Bargfeld-Stegen : Kasernen-Charakter ade

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Richtfest für Neubau mit Gründach des Heinrich Sengelmann Krankenhauses. 2,7 Millionen Euro werden investiert.

Nach nur vier Monaten schwebt der Richtkranz über dem jüngsten Neubau des Heinrich Sengelmann Krankenhauses. Der eingeschossige Neubau ganz im Westen des Geländes soll ein Gründach erhalten. Mit der Fertigstellung wird im kommenden September gerechnet.

Bis zu 26 Patienten der allgemeinen psychiatrischen Station werden hier eine Unterkunft finden. Bisher leben sie noch im Haus „Hamburg“, einem eher tristen Bau in Stil der 1960er Jahre. „Dieses Gebäude wird künftig für Therapiezwecke genutzt“, erklärt Geschäftsführerin Andrea Nielsen. Als „kasernenartig“ empfindet es der ärztliche Direktor Prof. Matthias R. Lemke. Der Neubau repräsentiere das Gegenteil davon. Er ist überzeugt, dass die neuen Wohnräume zur Genesung der Patienten beitragen können: „Die Räume werden viel individueller gestaltet sein und laden zum Wohlfühlen ein.“

Das Krankenhaus spezialisiert sich zunehmend auf die Zusammenhänge zwischen Körper und Seele, auf die psychosomatische Medizin. Die verschiedenen Therapieangebote setzen deshalb gleichermaßen auf die körperliche und seelische Gesundung der Patienten. Die durchschnittliche Verweildauer ist durch diese sanfte Psychiatrie auf 24 Tage deutlich gesunken.

Es entstehen ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer mit eigenen Sanitärbereichen. Auch für Terrassen vor den Türen ist auf dem 5800 Quadratmeter großen Teilgrundstück Platz. Das Gebäude ist bereits das zweite auf dem Gelände mit einem Gründach auf beiden Seiten. Das Pultdach in der Mitte ist eine Metallkonstruktion.

„Das Gründach ist heute Stand der Technik“, erklärt Architekt Carlos Göttsch. Die Abdichtung nach unten gegen Wasser sei kein Problem mehr. „Benötigt wird nur eine vernünftige Wurzelschutzbahn.“ Der Wurzelschutz wird entweder durch eine Bitumenbeschichtung mit einem Pestizidanteil gesichert oder durch eine normale Teichfolie, so wie in diesem Fall.

Behandelt werden hier neben Menschen aus Stormarn auch Hamburger Patienten. Die Kapazität des Krankenhauses von insgesamt 220 stationären Betten wird durch den Neubau nicht erhöht. Das Land hat den Neubau mit der Hälfte der Kosten bezuschusst. Insgesamt belaufen sie sich auf 2,7 Millionen Euro.

Zunehmend werden Patienten auch ambulant oder teilambulant in Tageskliniken behandelt. In Ahrensburg und Reinbek arbeiten diese bereits. Mit der Fertigstellung eines weiteren Angebots in Bargteheide wird im kommenden Juni gerechnet.

 


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