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Elmenhorst : Karnevalspräsident tritt überraschend ab

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vergangene Woche wurden noch alle Gerüchte dementiert. Jetzt ist Reiner Solvie während der laufenden Elkana II zurückgetreten. Security escortierte ihn aus dem Saal.

Seine Präsidentenkappe nahm er sich vom Kopf und reckte sie in die Luft, eine letzte Verbeugung, großer Applaus, dann ließ sich Reiner Solvie von einem Sicherheitsmann durch die rappelvolle Mehrzweckhalle in Elmenhorst geleiten und verschwand. Ein Abgang mit Knalleffekt. Solvie hat seinen sofortigen Rücktritt als Präsident des Elmenhorster Karnevalsvereins (EKV) bekannt gegeben,

Dass es im Verein rumorte, war schon eine Weile bekannt. Dass er nun diese Bühne nutzte, um sich zu verabschieden, überraschte dann doch. „Zwanzig Jahre im Verein, 16 Jahre an der Spitze – meine Ära endet. Alles hat seine Zeit und meine hier ist vorbei“, sagte Solvie, während im Hintergrund Unheiligs „Zeit zu gehen“ eingespielt wurde.

Die genauen Hintergründe für seinen Abgang bleiben unbekannt. Dass sich die Zeiten geändert haben und dass es nicht mehr passte, war zu erfahren. Überraschend und ungewöhnlich war die Art des Abgangs. „Er hat sich diese Bühne gesucht, er hat sich so richtig verabschieden können und auch nochmal sehr viel Applaus bekommen, den er sich ohne Frage komplett verdient hat“, sagte Karnevalsprinz Dirk Bakker: „Ich habe großen Respekt dafür, wie sich Reiner verabschiedet hat. Es war so sein Wunsch. Er hätte das auch ganz anders machen können, aber er hat nicht nachgetreten. Es waren keine bösen Worte dabei, kein Zorn.“ „Wir haben weiterhin einen gut aufgestellten Vorstand und werden auf der Jahresversammlung schauen, wie es weitergeht“, so Bakker. Nicht nur die Suche nach einem neuen Präsidenten steht an, sondern auch eine Lösung, wie man die „Elkana I“ wieder stärken kann. Denn während die „Elkana II“ quasi ausverkauft war, krankte der Kartenverkauf der ersten Ausgabe dieses Jahr enorm.

Auch der langjährige Zeremonienmeister Boris von Lonsky hatte bereits seinen Abschied nach der laufenden Session verkündet, kam aber nach Solvies Rücktritt ins Grübeln. „Der Verein muss weitergehen. Das ist wichtig. Bevor es niemand macht, würde ich vielleicht ein Jahr dran hängen. Die Elkana darf nicht ausfallen“, so von Lonsky. Von einigen Anwesenden war er auch als möglicher Solvie-Nachfolger gehandelt worden. „Auf gar keinen Fall. Das garantiere ich. Ein Jahr Zeremonienmeister wäre maximal nochmal drin. Dann sind andere dran“, so von Lonsky.

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