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Ausgezahlt : „Karate-Kid“ nicht immer einfach, aber erfolgreich

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das tägliche Karatetraining mit dem Vater hat sich ausgezahlt. Der 15-jähriger Flynn-Christian Ide aus Reinfeld ist seit Sonntag jüngster Schwarzgurtträger Schleswig-Holsteins.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Konfliktpotenzial gab es beinahe täglich – doch die aufgestaute Energie entlud sich nicht etwa in Streitereien, sondern sorgte dafür, dass noch härter gearbeitet wurde. „Ehrgeizige Väter sind sicherlich anstrengend, ehrgeizige Kinder aber auch“, sagt Ralf Ide, der es einfach nur gut mit seinem Sohn Flynn-Christian meint, wenn er den mittlerweile 15-Jährigen immer wieder auf der heimischen Terrasse dazu auffordert, die Übungen sauber und korrekt auszuführen.

„Kinder neigen leider dazu, ihren Vätern nicht den Respekt entgegenzubringen, den sie zum Beispiel einem externen Trainer zeigen würden“, unterstreicht der Reinfelder, welchen Zündstoff die tägliche Trainingsarbeit mit seinem Sohn bietet. Doch die Reibereien haben sich gelohnt – seit Sonntag ist das Reinfelder „Karate-Kid“ der jüngste Schwarzgurtträger Schleswig-Holsteins.

Gemeinsam mit seinem Vater, der als Cheftrainer beim Ahrensburger TSV tätig ist, war der Teenager nach Bremen gereist, um dort an einem Lehrgang von Efthimios Karamitsos, Bundestrainer des Deutschen Karate Verbandes, teilzunehmen. Am Ende des informativen und anstrengenden Lehrgangs standen die bundesweit ausgeschriebenen DAN-Prüfungen an. Und unter den Augen des Bundestrainers zeigte Flynn-Christian Ide, was er in den vergangenen acht Jahren gelernt hatte – zunächst vom Reinfelder Karate-Trainer Reiner Bendlin, später von seinem Vater. „Mit explosiven Fauststößen, harten Blocks und exzellenten, dynamischen Kicks sowie großem Kampfgeist hat Flynn-Christian eine optimale Vorstellung geboten“, freute sich Vater Ralf, nachdem sein Sohn voller Stolz die DAN-Urkunde vom Bundestrainer überreicht bekommen hatte. Und ein wenig erleichtert war Familienoberhaupt Ralf Ide auch. Denn der Schwarzgurt bedeutet auch: das intensive Training bei jedem Wetter auf der heimischen Terrasse und die vielen kleinen Konflikte zwischen Vater und Sohn haben sich gelohnt.

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