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Stormarner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 10:06 Uhr

Kapelle wird eingeheizt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wegen Elektroarbeiten zwei Monate geschlossen

Die denkmalgeschützte Kapelle in Grabau, die mit zur Kirchengemeinde Sülfeld gehört, wird ab September für zwei Monate für Gottesdienste und andere Veranstaltungen geschlossen bleiben. Grund sind umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Elektrik. „Der Einschulungsgottesdienst am 31. August wird die letzte Veranstaltung in der Kapelle sein“, sagt Kirchenvorsteher Ulrich Bärwald.

Die Kapelle wurde 1926 im Auftrag von Gustav Lahusen als Gedächtnisstätte für seine verstorbene Tochter Daisy errichtet. Gebaut wurde sie im neugotischen Stil aus Muschelkalk und Sandstein. Er richtete sich nach dem Stil des Grabauer Herrenhauses, zu dem die Kapelle seinerzeit gehörte. Bereits seit Anfang 2000 gibt es stetige Bemühungen zum Erhalt der in Schleswig-Holstein wohl einmaligen Kapelle. 2003/2004 gründete sich dann der „Förderverein Grabauer Kapelle e.V“, denn in der zurückliegenden Zeit wurde wenig zum Erhalt der Kapelle und der Inneneinrichtung getan.

Das hat sich in den vergangenen Zehn Jahren geändert – „dank der tatkräftigen Unterstützung des Fördervereins, der uns dabei nachhaltig finanziell unterstützt hat“, so Bärwald. Zunächst wurden der Dachstuhl und das Dach saniert. Das hat nach den Worten des Kirchenvorstehers rund 125 000 Euro gekostet. Als nächster Schritt soll nun für rund 80 000 Euro die Elektrik komplett erneuert werden – vor allem alle vorhandenen Leitungen. Zudem soll eine Elektroheizung eingebaut werden. „Nach dem Einschulungsgottesdienst muss die Kapelle deshalb komplett ausgeräumt werden“, erklärt Bärwald.

Für die kostenintensive Elektroheizung gab es keine Alternative. „Wir haben hier keinen Öltank und ein Gasanschluss wäre viel zu teuer geworden“, betont der Kirchenvorsteher. Der Einbau der Heizung wird von einer Spezialfirma aus Süddeutschland vorgenommen. Die haben dort mehr Erfahrung mit solchen Heizsystemen. Unter den Sitzreihen im Kirchenschiff werden Heizungsrohre verlegt, sodass die Besucher es auch im Winter warm haben.

Als weiteres wird eine Lüftung in die Kapelle eingebaut. Dadurch soll der Luftaustausch gesichert und die Feuchtigkeit aus dem Innenraum herausgehalten werden. Die Arbeiten werden vermutlich acht Wochen dauern. „Es ist viel Geld, was wir investieren, aber es ist gut angelegtes Geld“, betonte Ulrich Bärwald, der auch in Sachen Pstorensuche Neues Neues verkünden konnte: „Im Amtsblatt ist die Stelle in Sülfeld ab 1. September wieder ausgeschrieben. Wir müssen danach abwarten, was sich ergibt.“

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