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Stormarner Tageblatt

23. November 2017 | 05:02 Uhr

Ammersbek : Kandidatur in letzter Minute

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Am 25. Mai werden in fünf Städten und Gemeinden die Bürgermeister gewählt. Insgesamt treten 14 Kanddiaten an. Einen kennt man noch nicht.

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Die Bewerbungsfristen sind abgelaufen, die Kandidaten für die Bürgermeisterämter in fünf Stormarner Städten und Gemeinden stehen fest. Fast jedenfalls. In Ammersbek hat kurz vor Toresschluss am Montagabend noch ein Bewerber Unterlagen eingereicht. Wer es ist, wird vermutlich erst am Freitag bekannt, wenn der Gemeindewahlausschuss um 19.30 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses tagt.

In Bargteheide, Reinbek, Reinfeld und Trittau tagen die Ausschüsse zwar ebenfalls am Freitag, die Kandidaten haben sich dort aber schon vor längerem vorgestellt und Unterlagen eingereicht. Eine klare Angelegenheit ist der Wahlgang in Bargteheide. Bürgermeister Henning Görtz (CDU) wurde nicht nur von seiner eigenen Partei, sondern auch von der SPD nominiert. Auch die Grünen haben Görtz ihre Unterstützung zugesichert.


Kandidat mit wenig Rückendeckung


In Ammersbek war Amtsinhaber Horst Ansén bis Montagabend ebenfalls der einzige Kandidat. Der Sozialdemokrat hatte allerdings nicht mal die volle Rückendeckung seiner eigenen Partei, die ihn 2008 nominiert hatte. „Unterstützung“ biete man an, werde aber keinen Wahlkampf für Ansén machen, beschlossen die Sozialdemokraten, die eine mangelnde Kommunikation seitens des Verwaltungschefs beklagten.

Nachdem der Bürgermeister durch die Abberufung des beliebten Kita-Leiters Jan Petersen auch öffentlich stark unter Druck geraten war, sieht nicht nur SPD-Ortsvorsitzende Rita Thönnes sogar die Unterstützung für Ansén kritisch. Die CDU hatte es nicht geschafft, einen eigenen Kandidaten aufzustellen – weil die sich zu wenig Chancen gegen den Amtsinhaber ausrechneten oder kurzfristig absagten.

Weil man mit der Amtsführung des „Hobby-Politikers“ Horst Ansén überhaupt nicht zufrieden ist, hatte die CDU bereits dazu aufgerufen, am 25. Mai mit „Nein“ zu stimmen – was bei FDP und UWA nicht gerade auf Ablehnung stieß. Wenn es tatsächlich mehr Nein- als Ja-Stimmen gewesen wären, würde laut Gemeindeordnung die Vertretung selbst einen Kandidaten suchen und zum Bürgermeister wählen.


„Eine Reaktion auf den Nein-Wahlkampf“


Diese Hoffnung gibt es mit dem zweiten Bewerber in Ammersbek nicht mehr. Deshalb geht CDU-Chef Bernd Sutter davon aus, dass der Last-Minute-Kandidat nur „eine Reaktion auf den Nein-Wahlkampf ist“, mit der man Anséns Abwahl verhindern wolle. Dafür spricht jedenfalls, dass der Bewerber bislang die Öffentlichkeit scheut und seine Unterstützer-Unterschriften im Bekanntenkreis gesammelt zu haben scheint. „Wir prüfen die Listen zurzeit. Mir gegenüber hat er sich nicht so geäußert, dass sein Name bekannt gegeben werden soll,“ sagte Ammersbeks Wahl- und Hauptamtsleiter Holger Peters auf Nachfrage.


Verzicht auf erneute Kandidatur in Reinbek und Reinfeld


Unzufriedenheit gab es auch in Reinbek und Reinfeld – allerdings mehr der Bürgermeister mit ihrer Stadtvertretung. Axel Bärendorf und Gerhard Horn hatten mit Verweis auf die schlechte Zusammenarbeit mit der Politik auf eine erneute Kandidatur verzichtet. In Reinfeld wollen der Stadtkämmerer Andreas Lehmann (53, parteilos) und der Sozialdemokrat Heiko Gerstmann (48) in Horns Fußstapfen treten. Heiko Gerstmann wurde von der SPD nominiert, Lehmann von CDU und WIR.

In der Karpfenstadt wird es ebensowenig wie in Bargteheide und Ammersbek eine Stichwahl geben. In Reinbek könnte das durchaus passieren. Dort schickt die SPD Björn Warmer ins Rennen. Der Justiziar der Stadtverwaltung Schwarzenbek war auch 15 Jahre in Wentorf kommunalpolitisch aktiv. Die CDU hat Jürgen Vogt-Zembol nominiert, den büroleitenden Beamten aus dem Reinbeker Rathaus. Der 54-Jährige ist parteilos und hatte 1989 als Sachbearbeiter im Umweltamt begonnen. Ob einer der beiden im am 25. Mai die absolute Mehrheit bekommt ist offen, da es mit Lars Badura einen dritten Kandidaten gibt. Der Einzelbewerber ist Leiter der Kita Schulstraße und Mühlenredder.


Stichwahl in Trittau so gut wie sicher


Alles andere als eine Stichwahl wäre in Trittau eine Überraschung. Dort wollen fünf Männer und eine Frau Anmtsinhaber Walter Nussel beerben. Die SPD nominierte Dr. Katherine Nölling (50), die CDU Thomas Mertens-Ammermann (50). Amtsarchivar Oliver Mesch (43), Julian Geisler (29), Eckhard Frahm (52) und Christian Winter (32) haben Unterschriften gesammelt.

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