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Ammersbek : Kandidaten für Seniorenbeirat gesucht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Am 11. März wird die Gemeindevertretung erstmals einen Beirat für mehr als ein Drittel der Ammersbeker Einwohner wählen.

von
erstellt am 26.Jan.2014 | 19:15 Uhr

In Ammersbek soll ein Seniorenbeirat gegründet werden. Bewerber können sich bis zum 10. Februar melden. Der erste Beirat wird von der Gemeindevertretung für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt. Danach soll es öffentliche Wahlversammlung geben, in denen sich die Kandidaten vorstellen.

Seniorenberatung, Gesprächskreis 60plus und die Nachbarschaftshilfe – in Ammersbek gibt es schon einige Angebote für Ältere, und genau dort war auch die Idee für einen Seniorenbeirat entstanden. „Wir wollten einen Fragebogen zu den Wohnungswünschen älterer Ammersbeker verschicken“, sagt Mit-Initiatorin Sigrid Voigt, „dann haben wir gemerkt, wir können das gar nicht.“ Deshalb sei es an der Zeit für die Gründung eines Gremiums, das solche Projekte voranbringen kann.

Die Arbeit als Seniorenbeirat ist überschaubar. „Es wird etwa zehn Treffen pro Jahr geben“, schätzt Sigrid Voigt. Fünf Beiräte und drei Stellvertreter sollen diese Aufgabe übernehmen. Sie erhalten ein Rede- und Antragsrecht in den Ausschüssen und der Gemeindevertretung, aber kein Stimmrecht. Dafür erhalten sie ein Sitzungsgeld und sind während ihrer Tätigkeit auch versichert.

Der erste Ammersbeker Seniorenbeirat soll während der Gemeinderatssitzung am 11. März gewählt werden. Sigrid Voigt lässt noch offen, ob sie selbst kandidieren wird. Vier Bewerber hätten allerdings schon ihren Hut in den Ring geworfen. „Schön wären zehn Kandidaten, damit es wirklich eine Wahl wird“, sagt die 71-jährige pensionierte Lehrerin. Wünschenswert sei auch, dass alle drei Ortsteile vertreten sind. Bisher kommen alle Interessenten aus Lottbek. Der Gesprächskreis werde sich nach der Beirats-Wahl voraussichtlich auflösen, weil der dann diese Aufgaben übernehmen wird.

Christian Arndts möchte auf jeden Fall antreten. Der 75-Jährige ist im Ammersbeker Kulturkreis (AKK) und in der Nachbarschaftshilfe aktiv, die unter anderem Senioren beim Einkaufen hilft. Es gibt schon viele Institutionen, die Interessen der Senioren wahrnehmen“, sagt Arndts, nennt Bürger- und Sportverein, AKK und die Kirchengemeinde: „Wir möchten nichts Bestehende abwürgen oder beschneiden.“ Der Beirat könne sogar zu einer besseren Vernetzung der Angebote beitragen, sagt Sigrid Voigt.

Klaus Hofmann ist vor zwei Jahren mit seiner Frau nach Ammersbek gezogen. „Wir suchten eine Wohnung ohne Barrieren und haben sie hier gefunden.“ Ihr Haus in Hamburg haben ihre Nachkommen übernommen. Zum Gesprächskreis ist er über einen Zeitungsbericht gekommen. An Vereine oder Organisationen sei er noch nicht gebunden und damit ein Exot, sagt er und schmunzelt. „Ich möchte hier gern etwas aufbauen.“

Die Arbeitsbereiche für einen Beirat sind vielfältig: Seniorengerechtes Wohnen, generationsübergreifende Zusammenarbeit, Mobilität, Barrieren im öffentlichen Raum und eine angemessene pflegerische und medizinische Versorgung in der Gemeinde. „Mehr als ein Drittel der Einwohner sind über 60 Jahre alt, genau 3054 Frauen und Männerr“, verdeutlicht Bürgermeister Horst Ansén die Situation. Die Gemeinde habe nur wenig Spielraum, weil sie keine eigenen Grundstücke besitze. Über das Planungsrecht hat sie allerdings die Möglichkeit, bei Neubauten barrierefreien Wohnraum vorzuschreiben.

Bewerber können sich selbst vorschlagen oder von anderen nominiert werden. Voraussetzungen sind, dass sie am Wahltag das 60. Lebensjahr vollendet haben, in Ammersbek ihren ersten Wohnsitz haben und weder in den Gremien der Selbstverwaltung noch in der Gemeindeverwaltung tätig sind. Schriftliche Bewerbungen können an den Wahlleiter, Bürgermeister Horst Ansén geschickt werden (Am Gutshof 3, 22949 Ammersbek, E-Mail buergermeister@ammersbek.de). Weitere Informationen auf der Internetseite www.ammersbek.de.

 

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