zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 02:12 Uhr

Bürgermeisterwahl : Kandidat mit Erfahrung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die CDU Bad Oldesloe nominiert den Polizeibeamten Jörg Feldmann (58) als Bürgermeisterkandidaten. Die CDU überzeugte seine Verwaltungserfahrung und der Blick von außen auf die Kreisstadt.

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 21.Jan.2016 | 06:00 Uhr

Noch ein Polizist – nachdem der parteilosen Bewerber Jörg Lembke seinen Hut in den Ring geworfen hat, stellt die Oldesloer CDU ebenfalls einen Polizeibeamten als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Juni auf: Jörg Feldmann.

Der 58-Jährige wurde über die Landesgeschäftsstelle der CDU bei einer lokalen Kandidatenfindungskommission ins Gespräch gebracht. Zwölf Bewerber gab es anfangs, mit acht von ihnen führte das dreiköpfige Gremium aus Ortsvorsitzendem Henning Reichardt, Rainer Fehrmann und Torsten Lohse Gespräche. Wulf Henning Reichardt scherzhaft: „Die vier hatten ins Internet geguckt und waren auf die Oldesloer Verhältnisse gestoßen. Da ist selbst B3 nicht genug Schmerzensgeld.“ Dienstagabend stellte sich Jörg Feldmann der Mitgliederversammlung vor. Unterstützung bekam er von Landes- und Bundestagsabgeordneten. Die Christdemokraten sprachen sich einstimmig für ihn aus.

Jörg Feldmann ist in Stormarn kein Unbekannter. Gebürtig in Hamburg hat er lange im Umland gelebt: Ahrensburg, Tangstedt, Brokstedt und jetzt wieder Ahrensburg. Sechs Jahre war er stellvertretender Kreisvorsitzender, zehn Jahre im Kreistag, Ortsvorsitzer, Engagement auf Landes- und Bundesebene zum Thema Polizei, Recht und Innere Sicherheit.

Jörg Feldmann hat eine Polizeikarriere vorzuweisen. 1975 begann er auf der David-Wache. 1980 der Wechsel zur Kripo – Kriminaldauerdienst, Soko und MEK. Über seine zwei Jahre als Referent beim Leiter des Landeskriminalamts sagt Feldmann: „Das war meine tödlichste Zeit – als Kofferschlepper. Aber da habe ich gelernt, warum Verwaltung so tickt wie sie tickt.“ Er hat an der FH seinen Diplom-Verwaltungswirt gemacht und Mitte der 90er Jahre die Prüfung zum Höheren Polizeidienst absolviert. Zwei Jahre war er Leiter eines Kommissariats in Hamburg, bevor er 2001 als Dozent an die Fachhochschule für die Bundespolizei wechselte. 2007 ereilte ihn der Ruf, Gründungspräsident der neuen Hamburger „Polizei-Uni“ zu werden – ein politischer Posten, den er ohne Ausschreibung erhielt, und nach dem Regierungswechsel auch wieder los war. Aktuell arbeitet Jörg Feldmann beim Fraunhofer Institut in Berlin.

„Ich bin jetzt zweieinhalb Jahre am Pendeln ... drei bis vier Jahre, dann habe ich immer eine neue Herausforderung angenommen“, begründet der Kandidat seine Ambitionen. Detailwissen über örtliche Besonderheiten habe er noch nicht, aber erste Gedanken hat er sich bereits gemacht. „Wenn man sich als Kommune als sterbende Stadt versteht und immer nur jammert, dann geht es bergab“, ist Feldmann überzeugt. In der Verwaltung müsse der Teamgeist stärker Einzug halten – wenig Hierarchie, mehr Projektarbeit. Ganz wichtig ist ihm der Kontakt zur örtlichen Wirtschaft. Als Kreisstadt müsse Oldesloe wieder mehr Zentrum werden.

Seine Parteifreunde schätzen an ihm vor allem seine Verwaltungs- und Führungserfahrung. „270 Mitarbeiter, da ist es nicht sinnvoll zu experimentieren“, findet Reichardt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen