Ahrensburg : Kampf um die St. Johanneskirche

Die St. Johanneskirche mit ihrem markanten Turm an der Rudolf-Kinau-Straße im Westen der Stadt wurde im Jahr 1960 erbaut und ist das größte Kirchengebäude in Ahrensburg.
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Die St. Johanneskirche mit ihrem markanten Turm an der Rudolf-Kinau-Straße im Westen der Stadt wurde im Jahr 1960 erbaut und ist das größte Kirchengebäude in Ahrensburg.

Die Nordkirche möchte die St. Johanneskirche schließen. Dagegen regt sich Widerstand – per Unterschriftenliste.

shz.de von
22. November 2015, 16:28 Uhr

Kann eine Kirche geschlossen werden? Diese Frage schwebt seit geraumer Zeit über der Ahrensburger St. Johanneskirche. Schon einmal war der Kirchenbetrieb eingestellt, erst im vergangenen Jahr wurde er wieder aufgenommen. Jetzt fordern Gemeindeglieder der Kirchengemeinde Ahrensburg die Einberufung einer Gemeindeversammlung noch in diesem Jahr. In der vergangenen Woche wurde eine Unterschriftensammlung mit der Forderung im Kirchenbüro überreicht.

Hintergrund ist die geplante Reduzierung des Gebäudebestandes. Betroffen ist nicht nur Ahrensburg, sondern alle Gemeinden der Nordkirche. „Darüber soll in einem Entscheidungsprozess gesprochen werden“, sagt Klaus Tuch von der Initiative Gemeindeversammlung 15, „aber eine gründliche Information und Beratung hat noch gar nicht stattgefunden. Für die Schließung der Johanneskirche gibt es keinen Grund, es sei denn, eine außerordentliche Gemeindeversammlung möchte das“, betont Tuch: „Wir wollen, dass ein Beschluss zur Schließung nicht weiter verfolgt wird.“

Verbunden mit dem Kirchengebäude ist auch die Frage nach der Zukunft des Gemeindehauses. Das Gebäude und das Pastorat sind seit zwei Jahren geschlossen, an einem Kauf interessiert wäre die Stadt Ahrensburg, um Flüchtlinge unterzubringen. Etwa 30 Plätze wären in dem Backsteinhaus verfügbar, bislang gibt es aber noch keine greifbaren Ergebnisse.

In spätestens 14 Tagen, so hofft Klaus Tuch, soll es eine Reaktion auf die Forderung des Beauftragtengremiums geben, das nach Auflösung des Kirchengemeinderates die Geschicke der Gemeinde bis zur nächsten regulären Kirchengemeinderatswahl im Februar kommenden Jahres leitet.

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