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Motorrad-Reise : Kalifornien: Der Traum wird wahr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Tageblatt-Redakteur Rolf Blase begleitet eine Motorradabenteuer-Leserreise in Kalifornien. Er schreibt eine tägliche Kolumne auf den Internetseiten des shz.

Mit dem Motorrad durch Kalifornien: Für Stormarner Tageblatt Redakteur Rolf Blase wird dieser Traum zur Wirklichkeit. Sein Tagebuch einer Leserreise lesen Sie täglich auf shz.de. Und so begann die Traumreise.

 

California Dream heißt eine Motorradreise für Leser: Auf einer Harley-Davidson geht es von Los Angeles zu den Nationalparks in der Sierra Nevada, nach San Francisco und auf dem berühmten Highway 1 an der Pazifik-Küste zurück. Traumstraßen in einer traumhaften Landschaft, traumhafte Blicke auf den Pazifik oder lieber Traumstrände und shoppen in Santa Barbara. Aber das wäre schon fast der Ende der Tour, die ich (Rolf Blase, Redakteur und Motorradfahrer) begleite und von der ich berichten werde.

 

Sonntag (20:13): Die Koffer sind gepackt. Der Helm hätte auf keinen Fall mehr gepasst, aber zum Glück darf man ihn gesondert mitnehmen. Heute früh startet der Flieger in Hamburg, erst nach London, dann nach LA, wo die Zeit neun Stunden hinterhinkt. Wenn die 747 gegen 13 Uhr landet, ist es hier 22 Uhr. Der Dienstagvormittag muss reichen, um mit der Zeitverschiebung zurecht zu kommen.Wer möchte, kann aber auch auf Stadttour gehen. Am Nachmittag kann die Wunsch-Harley in Empfang genommen werden, am Mittwoch geht es dann endlich los auf zwei Rädern, erst auf die Küstenstraße Richtung Santa Monica, dann rechts in den Topanga Canyon (in dem Uschi Obermeier wohnt). Tagesziel ist die 350000 Einwohner-Stadt Bakersfield.

Es ist der halbe Weg zur Sierra Nevada, dem rund 600 Kilometer langen Gebirgszug mit mehreren Nationalpark. Kurvenreiche Strecken führen in den urwüchsigen Kings Canyon, der nahtlos in den Sequoia-Nationalpark übergeht. Die gigantischen Mammut-Bäumegedeihen ausschließlich zwischen 1200 und 2400 Metern an den Westhängen der Sierra Nevada. Der General Sherman Tree ist fast 90 Meter hoch, hat einen Umfang von 34 Metern und gilt damit als das größte Lebewesen der Welt.
Der Yosemite-Nationalpark wartet mit anderen Superlativen auf: Jedes Jahr kommen fast vier Millionen Besucher. Der Schönheit der Natur tut das aber keinen Abbruch, und wenn man Yosemite verlassen muss, trösten einen nur die Aussichten auf San Francisco und den Highway 1 hinweg, für manche die schönste Küstenstraße der Welt. Wenn die Gruppe dort ankommt, ist die Tour schon fast wieder zu Ende. Aber soweit sind wir noch lange nicht: Es geht ja gerade erst los.

Montag (05:51): Von drei Ticket-Automaten ging nur einer - immerhin, und nette Menschen von der Gruppe haben bei der Bedienung geholfen. Der Hamburger Flughafen hat jetzt freies WLAN! Mal sehen, wann ich das nächste Netz finde.

Dienstag (06:46): Es hat gedauert, aber wir sind in LA gelandet, in die USA eingereist, ins Hotel eingecheckt, geduscht und nicht mehr so durstig. Und das Internet ist auch wieder da.

Eine Reise, ohne etwas zu vergessen, scheint es aber nicht zu geben. Am Flughafen fällt mir ein, dass mein eigens (günstig) erstandenes Cap zu Hause liegt. Ein Mitfahrer aus Ascheffel sorgt für AbhiIfe. Nun steht eben nicht California auf dem Käppi, sondern ein Hüttener Verein.
In Heathrow sind wir in Terminal 5 angekommen und wieder abgeflogen. Trotzdem musste man eine Station Subway fahren. Und der Sicherheitskontrolle waren meine Kameras suspekt. Jedenfalls bog mein Rucksack falsch ab und musste durchsucht werden. Was eine halbe Stunde dauert. Natürlich nichts gegen elf Stunden Flug, von denen man vorher nie weiß, wie man sie rum bekommt. Aber Service und Essen an Bord waren gut, und auch die Einreise gelingt erstaunlich schnell. Am Ausgang nehmen uns Christian, Mirko und Hardy in Empfang, die Tourguides und Begleiter. Die Wetteraussichten sind fantastisch, und die Strecken werden es auch sein, versprechen die drei, die den Job schon seit mehreren Jahren machen.

Von den 41 Angemeldeten waren allerdings drei nicht im Flieger. Was da schief gegangen ist, weiß noch niemand. Noch kenne ich längst nicht alle Mitfahrer, aber die Altersstruktur liegt sichtbar zwischen Ende 40 und Mitte 60. Die Ausnahme nach unten ist Matthias aus Pinneberg mit 29, aber der ist mit seinem Vater unterwegs, kann den Durchschnitt also nicht groß senken. Das obere Ende der Skala besetzt Karl aus Süderbrarup mit seinen 76 Jahren – Respekt!

So ähnlich sich alle bei den Jahresringen sind, so unterschiedlich sind die Wohnorte der California Dream-Tourer. Von Angeln bis ins Brandenburger Land und noch weiter reicht die Palette. Aber in der Vorfreude sind sich aber alle einig. „Das ist eine Menge Geld“, sagt Horst aus der Nähe von Crivitz, „aber wenn nicht jetzt, wann dann?“

 

Mehr auf täglich auf www.shz.de

 

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erstellt am 02.Okt.2013 | 00:36 Uhr

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