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Oldesloer Firma vor Verkauf : Käufer für Minimax gesucht

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

IK Investment Partners will seine Anteile dem Oldesloer Brandschutzexperten anscheinend verkaufen. Seit der schwedische Finanzinvestor einstieg, ist das Unternehmen stark gewachsen.

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erstellt am 17.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Minimax könnte könnte im Frühjahr einen neuen Besitzer bekommen. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) hat der schwedische Finanzinvestor IK Investment Partners Banken aufgefordert, sich um Mandate beim Verkauf von Minimax zu bewerben. Bereits ab Januar solle die Bank nach interessierten Käufern suchen.

Weder bei Minimax in Bad Oldesloe noch bei bei IK Investment will man das bestätigen. Aber auch nicht dementieren. „No comment“ heißt es bei IK Investment. „Wir beteiligen uns grundsätzlich nicht an Spekulationen und wissen auch nicht, woher die Information kam“, sagt Angela Obermaier, Corporate Communications bei Minimax.

Vor einem Jahr hatten die schwedischen Investoren laut Berichten bereits einen Käufer für Minimax gesucht. Nachdem das nicht geklappt hatte, genehmigt sich IK Investment im Sommer eine Dividende von 210 Millionen Euro, die über neue Schulden bezahlt wurde, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit den Transaktionen vertraute Personen berichtete. Bei den Banken stand Minimax mit 380 Millionen Euro in der Kreide, dem, 2,8fachen des operativen Gewinns. Nun kamen 660 Millionen Euro dazu. „Es gab im Sommer eine Umschuldung“ – mehr will Angela Obermaier nicht über die Transaktion sagen.

Es ist auch nicht kommuniziert worden, mit welcher Summe die Schweden 2006 bei Minimax eingestiegen waren. Die Minimax GmbH in Bad Oldesloe war mit der Zweigniederlassung Bad Urach 1991 von der Preussag AG gegründet worden, um die Brandschutzaktivitäten zu bündeln. Als aus der Preussag TUI wurde, verlor man das Interesse. Minimax wurde 2001 an Barclays Capital verkauft, 2003 an Investcorp, bevor 2006 die Schweden als Anteilseigner einstiegen. Ein „wesentlicher Anteil“ liege aber in der Hand des Managements um Klaus Hofmann und der Groos-Familie, so Angela Obermaier.

2005 setzte Minimax unter 500 Millionen Euro um. Seitdem gab es ein starkes Wachstum. Nachdem man 2007 Consolidated Fire Protection in den USA übernommen hatte, kam 2009 die Fuision mit der Viking Corp. aus Hastings im US-Bundesstaat Michigan. Der Minimax-Umsatz lag 2008 bei 788 Millionen Euro, der von Viking bei 450 Millionen US-Dollar und beschäftigte rund 800 Mitarbeiter weltweit.

Die Umsatzgröße von einer Milliarde Euro, die IK Investment 2006 als Ziel ausgegeben hatte, hat Minimax-Viking längst erreicht, setzt zuletzt mit 6500 Mitarbeitern rund 1,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist der drittgrößte Anbieter von Brandschutz-Produkten in der Welt und Marktführer in Europa, den USA und China.

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