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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 16:41 Uhr

Kabarett-Start mit Flügel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die „Queenz of Piano“ eröffnen die Reihe „Marstall ungezügelt. Sieben Auftritte bekannter und noch nicht bekannter Künstler stehen auf dem Programm. Den Schlusspunkt wird Horst Schroth setzen.

von
erstellt am 06.Feb.2017 | 15:42 Uhr

Mit einem ungewöhnlichen Frauen-Duo startet der Marstall seine Kabarett-Reihe 2017. Am Mittwoch, 18. Februar, spielen die „Queenz of Piano“ in Ahrensburg auf. „Wir sind selbst gespannt, wie es ankommt“, sagt Programm-Manager Armin Diedrichsen über die Damen, die 2015 für ihr „musikalisch-akrobatisch-kabarettistisches Gesamtkunstwerk“ mit dem Thüringer Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurden.

Anne Folger und Jennifer Rüth wollen auch in Ahrensburg zeigen, dass es keine Grenzen zwischen E-und U-Musik gibt und ein Klavierkonzert richtig Spaß machen kann. Barock, Klassik, Pop, Rock, Filmmusik, feurig, leise, laut, fetzig, ein furioser Grenzgang an zwei Flügeln zwischen Klassik und Pop, charmant und mit Humor. Sie präsentieren den Trauermarsch als fetzige Partyversion und Mozarts Türkischer Marsch als Ausweis von Sparmentalität.

Sie agieren nicht nur auf, sondern auch mit den Instrumenten, entlocken den Flügeln Töne, von denen man nicht ahnte, dass es sie gibt. Und mit Kämmen, Plastikdeckeln, Ketten und anderen Dingen entstehen Klänge wie von einem Waschbrett, einer Gitarre oder Bouzouki, einer Bongo oder einer japanischen Koto. Anne Folger und Jennifer Rüth können den Flügel auch als Tischtennisplatte einsetzen oder im Instrument verschwinden.

Anne Folger kommt aus Weimar, wo sie das Musikgymnasium Belvedere besuchte. Bei Jugendwettbewerben gewann sie erste und zweite Preise, studierte Klavier, Kammermusik und Liedbegleitung in Weimar, Paris und Freiburg und schloss ihr Konzertexamen mit der Note 1,0 ab. Anne Folger ist Preisträgerin der Klavierwettbewerbe Luciano Gante (Italien) und Franz Liszt (Weimar) sowie Stipendiatin der Hans-und-Eugenia-Jütting-Stiftung. Als Theaterbegeisterte nahm sie an der Schauspielausbildung der MHS Freiburg teil und spielte in verschiedenen Ensembles. Beim europäischen Improfestival Weimar gewann sie 2007 den 3. Platz.

Jennifer Rüth aus Würzburg wurde mit 16 Jahren Jungstudentin für Klavier am Konservatorium in Würzburg. Nach dem Abitur studierte sie Klavier in Würzburg und Tarragona (Spanien) sowie Rostock, wo sie den Aufbaustudiengang Klavierduo mit der Note 1,0 abschloss. Als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung belegte sie diverse Schauspielkurse, studierte später noch Jazzgesang in Stuttgart und München sowie am legendären Berklee College in Boston. Jennifer Rüth absolvierte mehrere Meisterkurse, ist Preisträgerin mehrerer Solo- und Kammermusik-Wettbewerbe, sang in diversen Musicals die Hauptrolle und tritt regelmäßig mit ihrer Jazzformation „Rebop“ auf.

Ende April steht der im November kurzfristig abgesagte Auftritt von Wolfgang Trepper an. Am 28 April ist er mit seinen „Bad Stories“ zu Gast, und der zweite Teil seines Programm ist seit der Zusammenarbeit mit Mary Roos durchaus schlagerlastig. „Hier werden aber wohl nicht so viele mitsingen wie im Schmidt-Theater“, vermutet Marstall-Sprecher Volkmar Schiebusch.

Vor der langen Kabarett-Sommerpause stehen im Mai gleich zwei Auftritte auf dem Programm. „Sebastian Schnoy ist unser Beitrag zum Lutherjahr“, sagt Diedrichsen über den Theologen und Historiker und Musiker, den man als Kabarettisten kennt. Jens Neutag ist im Norden kaum bekannt, im SWR hat er allerdings eine eigene Sendung. Diedrichsen: „Wir geben ihm gerne die Chance, den Weißwurst-Äquator zu überschreiten.“

Im September ist mit dem Kölner Jürgen Becker („Mitternachtsspitzen“) einer der bekanntesten Kabarettisten zu Gast. Zum zweiten Mal. Horst Schroth, Mit-Initiator der „Marstall ungezügelt“-Reihe, hatte ihn für Ahrensburg gewinnen können, als er ihn im Boberg-Krankenhaus besuchte. Dort lag Becker nach einem Motorradunfall. Zum Glück gefiel es ihm so gut im Marstall, dass er wiederkommen wollte.

Nach Gudrun Hoepke („Eine Frau am Klavier, die über ihr Leben spricht“) wird Horst Schroth die Reihe beschließen. „Das Programm steht noch nicht fest. Vielleicht wird es ein Best-of“, sagt Diedrichsen.

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