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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:29 Uhr

K80-Sanierung: Zeit drängt

vom

CDU-Querelen bremsen Umsetzung / Zuschüsse sind aber (vorerst) nur dieses Jahr bewilligt

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Reinbek | Im Grundsatz gibt es keinen Zweifel an der Sanierung der Kreisstraße 80, an der Umsetzung hapert es aber. Hauptgrund sind die Querelen in der Reinbeker CDU. Dass deren Stadtverordneter Hartwig Löhr die Mitarbeit in der Fraktion verweigerte, hatte die konstituierende Stadtverordnetenversammlung im Juni gesprengt. Und das hat Reinbek bis heute nicht nachgeholt.

Bei der Erneuerung der K 80 zwischen Gutenbergstraße und Hamburger Landesgrenze drängt allerdings die Zeit. Die Sanierung wurde ins Förderprogramm 2013 des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes aufgenommen, damit das Geld fließt, müssen die Arbeiten aber noch in diesem Jahr beginnen. Im Förderprogramm sind von 990 000 Euro 561 000 als Landeszuwendung vorgesehen. Die Schätzungen stammen allerdings noch aus dem Jahr 2011, und der Kreis hat bereits einen Antrag auf Erhöhung gestellt. Dass die Förderzusage nächstes Jahr auch noch gilt, glaubt Kreisbauamtsleiter Klaus Kucinski nicht: "Das steht in den Sternen."

Der Kreis Stormarn ist für die K 80 zuständig, bei der Kreuzung mit der Landesstraße 223 wird es schwieriger. Der westliche Ast ist in der Baulast des Landes, für den östlichen Teil der L 223 ist allerdings die Stadt zuständig. Und Reinbek möchte dort statt einer Ampel gerne einen Turbo-Kreisel bauen. Der wäre mit 675 000 Euro wesentlich teurer und würde die Gesamtkosten auf rund 1,4 Millionen Euro steigen lassen.

Den Antrag der Stadt hatte der Kreisverkehrsausschuss im April abgelehnt, im Mai beriet erneut der Reinbeker Bau- und Planungsausschuss darüber, gab aber die Haushaltsmittel für die Sanierung der Kreuzung nicht frei.

Und weil es in Reinbek noch keine neuen Ausschüsse gibt, gilt dieser Beschluss immer noch und weiterhin. Eine Frist bis zum 11. September hat der Stormarner Verkehrsausschuss den Reinbekern noch eingeräumt. Bis dahin müssen sie sich entscheiden, ob sie den Kreisel haben und auch bezahlen wollen. Wenn das nicht geschieht, wird der Kreis lediglich die Sanierung in Auftrag geben.

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