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Ahrensburg : Jugendmusik: Neue Konzepte sind gefragt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Grundlagen für die Zusammenarbeit von Orchestern und Volkshochschule stammen noch aus den 70er Jahren.

Neben der Schulentwicklungsplanung befasst sich der Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss am Donnerstag, 5. März, um 19.30 Uhr im Peter-Rantzau-Haus mit der Musikschularbeit der Stadt. Bislang gibt es lediglich Beschlüsse aus dem Jahr 1979, als man vorhandene musikalische Aktivitäten auf eine breitere Basis stellen wollte. Das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg war 1968 gegründet worden, der Verein Jugendorchester Ahrensburg 1973. Auch VHS, Ortsjugendring, die Kantoreien, der Spielmannszug und private Initiativen boten musikalische Aktivitäten an.

1982 wurde die Einstellung einer Geigenlehrerin mit 30 Wochenstunde für Einzelunterricht und zur Vertretung des Jugendorchester–Leiters beschlossen. Im aktuellem Stellenplan hat die Position allerdings einen kw-Vermerk und soll 2018 wegfallen.

Der Verein Jugendorchester Ahrensburg schlägt vor, als Ersatz eine neue Stelle zur Unterstützung der Orchesterarbeit zu schaffen. Auch die Bürotätigkeiten sollten weiter von städtischen Kräften erledigt werden, so Vorsitzender Jens Voß. Insgesamt seien Angebote und Aktivitäten im Bereich Jugendmusik im Vergleich zu 1973 derart umfangreich geworden, dass Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt sein und Zuschüsse müssten, am besten in einem neuen Kooperationsvertrag.

Zurzeit stellt die Stadt stellt jährlich 4700 Euro zur Verfügung, um auch den Kindern finanzschwächerer Familien das Erlernen eines Instruments zu ermöglichen. Aufgrund der Vielzahl von Anträgen reichten die 4700 Euro aber bei weitem nicht aus, so Voß: „Um soziale Benachteiligungen einzelner Familien, insbesondere mit mehreren musikalisch begabten Kindern, besser ausgleichen zu können und den musikalischen Nachwuchs für die Ahrensburger Jugendorchester zu sichern, sollten die Mittel auf 15000 Euro angehoben werden.“

Unterstützung wünsche man sich zudem bei der Versicherung der Mitglieder von Jugend-Sinfonieorchester (JSOA) sowie Mittwoch- und Freitagorchester, die weder Ahrensburger noch Stormarnschüler sind. Auch die finanzielle Unterstützung für das zweijährlich stattfindende Internationales Kammerorchester-Festival sollte von 3000 auf 5000 Euro angehoben werden. Unterbringung und Verpflegung der Gäste erfolgten weitestgehend privat, allerdings fallen Kosten für Bustransfers, Rahmenprogramm sowie Gema-Gebühren an, die „weitem nicht durch die Einnahmen der Konzerte gedeckt werden“, so Voß, der sich auch mehr Aufmerksamkeit für das JSOA wünscht, das dem Image der Schlossstadt zuträglich sei – zum Beispiel durch häufigere Konzertbesuche der Stadtverordneten, Gastgeschenke sowie repräsentative Unterstützung bei internationalen Begegnungen.

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erstellt am 02.Mär.2015 | 18:56 Uhr

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