Jugend trainiert mit Weltmeister

 Korrektur von prominenter Seite  - im Einspänner Anna Höhrmann und Stephan Koch, gezogen von dem Pony Winni. Foto: sch
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Korrektur von prominenter Seite - im Einspänner Anna Höhrmann und Stephan Koch, gezogen von dem Pony Winni. Foto: sch

Junge Gespannfahrer holten sich viele nützliche Tipps von einem Meister seines Fachs

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05. Juli 2013, 03:59 Uhr

Kleve | Von einem waschechten Weltmeister trainiert zu werden - welcher Sportler möchte das nicht? Doch was vielen verwehrt ist, wurde für vier Nachwuchsfahrer aus den Reihen der Gespannfahrer Steinburg jetzt Wirklichkeit. Zu Svenja Ehlers (17), Enid Beimgraben (15), Anna Höhrmann (13) und Lisa-Maria Seliger (12) reiste Stephan Koch (43) aus Krukow heran. Und der hielt mit seinem praktischen und theoretischen Wissen auch nicht hinter dem Berg, sondern gab allen nützliche Hinweise und Korrekturen, die sie in ihren sportlichen Fertigkeiten weiterbringen sollen.

Dass Stephan Koch ein Großer im Fahrsport ist, ist angesichts seiner Erfolge nicht zu bestreiten. Das Ergebnis von jahrelangem täglichen Training: Den Spitzensportler aus dem Lauenburgischen schmücken zwei Mannschafts-Weltmeistertitel, zwei Vize-Einzelweltmeistertitel und vier erkämpfte Deutsche Meisterschaften.

Vorbereitet hatte sich der prominente Besucher auf das Thema Dressurtraining im Einspänner: Er ließ im Dressurviereck Figuren fahren und gab seine Anweisung von der Kutsche aus oder stand dazu im Viereck und dirigierte und korrigierte von dort aus. Jeder Nachwuchsfahrerin stand er morgens und nachmittags jeweils einzeln zur Verfügung.

Korrektur des Trainers sei alles: "Wer allein mit dem Gespann unterwegs ist, der sieht seine eigenen Fehler nicht. Und was sich an Schlechtem erst einmal automatisiert hat, das kann man kaum noch ausschalten", betonte Stephan Koch die Notwendigkeit des Trainings unter Aufsicht. Das gelte auch für ihn: "Auch ich habe einen Trainer."

Dass seine Bemühungen in Kleve nicht umsonst sein werden, dessen ist sich der erfahrene Fahrsportler sicher: "Das Niveau von den Jugendlichen und ihren Pferden und Ponys ist sehr gut. Sie sind auf jeden Fall ausbaufähig." Er habe die Trainingsinhalte so gewählt, dass seine vier Schülerinnen auf jeden Fall etwas für ihre weitere sportliche Karriere mitnehmen werden: "Es sollte schon so sein, dass das Training anders ist, als das, was sie bisher gemacht haben. Ich reise mit einem guten Gefühl ab."

Dass die Fahrsportlerinnen ebenfalls zufrieden waren, betonten sie übereinstimmend. Allen habe das Training mit Stephan Koch viel Spaß gemacht. Anna Höhrmann: "Stephan Koch ist auf meine Fehler eingegangen. Ich habe von ihm viel Neues erfahren. Ich will das, was ich gehört habe, auch anwenden. Es soll mich im Fahrsport weiterbringen." Enid Beimgraben: "In drei Wochen starte ich bei den Deutschen Meisterschaften in Greven. Es ist schon etwas Besonderes, darauf von einem Fahrer vorbereitet zu werden, der im Fahrsport schon soweit gekommen ist." Lisa-Maria Seliger: "Stephan Koch hat mir gezeigt, im Dressurviereck die richtigen Wege zu nehmen. So wie mit ihm, hatte ich bisher noch nicht trainiert. Vorher habe ich hauptsächlich Ausfahrten gemacht." Svenja Ehlers: "Nachhaltig wird das Training auf jeden Fall sein. Ich habe Übungen gemacht, die für höhere Klassen Voraussetzung sind."

Möglich gemacht hatte das Training mit dem international erfahrenen Fahrsportler übrigens die "Stiftung Verbandssparkasse Wilster", die über Kleves Bürgermeister Werner Matthießen auf die jungen Gespannfahrer des Vereins aufmerksam gemacht wurde. Sie sponserte die Trainingseinheiten mit Stephan Koch. Dass das Engagement der Stiftung auf fruchtbaren Boden gefallen ist, dessen ist sich Monika Brandt sicher. Die Erste Vorsitzende der Gespannfahrer Steinburg betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die von Stephan Koch auf dem Gut Kleve unterwiesenen Fahrsportler bereits langjährig im Wettkampfgeschehen beheimatet sind. Sie seien talentiert und engagiert, trainieren entsprechend und sollen "in ihrem Leistungsvermögen ausgebaut werden".

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