zur Navigation springen

Partizip-Action : „Jugend stärker als gedacht“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Einbindung von Kinder und Jugendlichen in politische Prozesse ist verpflichtend. Workshop-Teilnehmer aus Schleswig-Holstein bei der zehnten Ausgabe von „PartizipAction“ in Lütjensee beim Kreisjugendring Stormarn.

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2017 | 18:41 Uhr

Kinder und Jugendliche im Land haben mehr Einfluss, als sie oftmals denken oder wissen. Denn ihre Beteiligung an politischen Entscheidungen ist für alle Gemeinden im Land nicht etwas, das ab und zu mal gemacht werden kann, wenn Kapazitäten frei sind – sie ist Pflicht. Doch wie können sich die jungen Mitbürger genau einbringen? Wie setzt man ein Anliegen durch? Wie hat eine Präsentation Erfolgsaussichten und wie kann eine Pressemitteilung so formuliert werden, dass Journalisten Interesse an einem Thema bekommen? Mit diesen und weiteren Themen setzten sich engagierte, jung Workshop-Teilnehmer aus Schleswig-Holstein bei der zehnten Ausgabe von „PartizipAction“ in Lütjensee beim Kreisjugendring Stormarn auseinander. Dabei ging es auch um letzte Vorbereitungen für die ersten gemeinsamen, landesweiten Wahlen der Beiräte vom 20. bis 27. November.

„Bisher ist es so, dass die Beteiligung von Jugendlichen an politischen Entscheidungsprozessen die sie betreffen, zwar verpflichtend ist, aber zu selten schreitet die Kommunalaufsicht ein, wenn das nicht geschieht. Es müsste Sanktionen für die Gemeinden geben, die dieser Pflicht nicht nachkommen“, so Klaus Meeder aus dem Sozialministerium des Landes. „Wenn man hört, dass engagierte Jugendliche in der Lokalpolitik oder in Verwaltung nicht ernst genommen werden, dass sie als niedlich oder unerfahren belächelt werden, dann finde ich das enorm schlimm“, so Michael Holldorf, Landesbeauftragter für Politische Bildung.

Während sich viele Städte und Gemeinden wie Bad Oldesloe trotz Bemühungen der Stadtjugendpflege seit Jahren mit einem konstanten Beirat schwer tun, sei Ahrensburg ein Beispiel dafür, wie Partizipation erfolgreich gelingen könne. Mehrere Stadtverordnete, seien früher im Kijub engagiert gewesen. „Es gibt aber auch andere Modelle. Es muss kein Beirat sein“, so Stefan Kühl, Vorsitzender des KJR Stormarn. „Ein beliebtes Thema sind zum Beispiel Beteiligungsverfahren für Spielplätze oder Jugendzentren“, ergänzt Anna Schmalowski vom KJR.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen