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Stormarner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 14:49 Uhr

Jörg Lembke macht das Rennen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Parteikandidaten gucken bei Bürgermeisterwahl in die Röhre / Nur 38 Prozent Beteiligung bei Stichwahl

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erstellt am 19.Dez.2016 | 09:56 Uhr

Die Kreisstadt hat einen neuen Bürgermeister. Der parteilose Bewerber Jörg Lembke hat am 1. Oktober die Nachfolge von Tassilo von Bary angetreten.

Vier Bewerber gab es: Maria Herrmann (damalige SPD-Fraktionsvorsitzende) warf ihren Hut als erste in den Ring. Sie blieb die einzige Frau. Die CDU schickte mit dem ehemaligen Kreistagsabgeordneten Jörg Feldmann einen „ortsfremden“ Bewerber ins Rennen. Mit Sebastian Schulz und Jörg Lembke kämpften auch zwei parteilose Kandidaten um den Einzug ins Rathaus. Die drei Männer kamen alle von der Polizei.

Das Stormarner Tageblatt unterzog die Kandidaten in einem umfangreichen Mehrkampf Mitte Mai einem gründlichen Test. Wer weiß, wo es lang geht, wer verliert das Ziel aus den Augen oder kann nicht mit Geld umgehen? Mit dem Segway ging es zu verschiedenen Stationen in der Stadt, wo Aufgaben erfüllt werden mussten. Schießen bei der Bürgerschützengilde, eine OP am Simulator bei Asklepios, Geld zählen bei der Sparkasse, Besuch bei den Stormarner Werkstätten und zum Abschluss die Fragerunde bei den Kindern der Stadtschule. Das war teilweise ganz schön knifflig, hat aber auch allen Beteiligten Spaß gemacht.

Die Stadt hatte zwei öffentliche Präsentationsrunden in der Festhalle veranstaltet – beide knüppeldicke voll. Aufgrund des großen Interesses war auf eine hohe Wahlbeteiligung spekuliert worden. Doch die blieb aus.

Am ersten Juni sorgten die Wähler für eine faustdicke Überraschung. Schon im ersten Wahlgang lag Jörg Lembke deutlich vorne. 39,7 Prozent gaben ihm ihre Stimme. CDU-Kandidat Jörg Feldmann kam auf 27,1 Prozent. Weit abgeschlagen und mit 17,4 und 15,8 Prozent (150 Stimmen Unterschied) fast gleichauf: Maria Herrmann und Sebastian Schulz.

14 Tage später kam es zur Stichwahl. Mit nur noch 38 Prozent fiel die Wahlbeteilung deutlich unter den Wert des ersten Wahlgangs (46,3). Mit fast 70 Prozent der Stimmen entschied Jörg Lembke das Rennen für sich – da war die Stichwahl eine sehr klare Angelegenheit.

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