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Langzeitarbeitslose in Stormarn: : Jobcenter zahlt bei Löhnen dazu

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stormarner Hartz-IV-Behörde erhält über fünf Jahre zwei Millionen Euro, um Langzeitarbeitslose in einen Jobs zu bringen.

Zwar boomt der Arbeitsmarkt in Stormarn, die Zahl der Langzeitarbeitslosen bleibt jedoch relativ konstant. Deshalb hat das Jobcenter Stormarn im Juli eine neue Initiative gestartet, um Langzeitarbeitslosen einen Neuanfang in einem Betrieb zu ermöglichen. Dafür erhält die Behörde für die nächsten fünf Jahre rund zwei Millionen Euro vom Bund und aus dem Europäischen Sozialfonds. Von dem Geld werden Betriebsakquise, Individualcoaching für die Teilnehmer und Lohn-kostenzuschüsse bezahlt.

Doris Ziethen-Rennholz, Geschäftsführerin des Jobcenters, hat zwei Mitarbeiter gewonnen, die verstärkt auf Betriebe zugehen werden. „Uns geht es um die dauerhafte Integration von Langzeitarbeitslosen, die häufig mit Vorurteilen zu kämpfen haben“, sagt Ziethen-Rennholz, „und wir kommen nicht mit leeren Händen.“

Unternehmen, die einen Langzeitarbeitslosen sozialversicherungspflichtig einstellen, erhalten „attraktive Lohnkostenzuschüsse“ für den Ausgleich individueller Einschränkungen. Gefördert werden reguläre Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft ebenso wie im öffentlichen Dienst. Ist der Arbeitsvertrag geschlossen, kümmern sich Coaches darum, die Angestellten in ihrem neuen Umfeld zu stabilisieren.

Vermittelt werden nur Menschen, die hochmotiviert sind und bisher nicht den richtigen Einstieg in die Arbeitswelt gefunden haben. Das können alleinerziehende Mütter nach längerer Elternzeit sein oder Väter, die ihren Kindern ein gutes Vorbild sein wollen, oder Migranten, die eine Arbeitserlaubnis erhalten haben. Ziethen-Rennholz: „Sie alle haben es schwer, einen verständnisvollen und offenen Arbeitgeber zu finden.“

Dass sich eine solche Initiative lohnt, zeige das seit 2013 bestehende kommunale Projekt. Die Kreispolitik hatte damals den Impuls gegeben, durch eine intensive Betreuung einzelfallbezogene Vermittlungsstrategien zu entwickeln. Für 27 Betroffene konnte auf diese Weise eine Integration auf dem Arbeitsmarkt erreicht werden.

Im Jobcenter sind Annett Hessabi und Arne Frank Ansprechpartner für Unternehmen, die sich für die geförderten Arbeitsplätze interessieren. Telefonisch sind sie unter (0160) 7185  126 für den Ahrensburger Raum und unter (0160) 90108  362 für Reinbek und Umgebung zu erreichen.

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erstellt am 04.Aug.2015 | 06:00 Uhr

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