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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 03:18 Uhr

Jobcenter neu organisiert

vom

Abteilung für Leistungsangelegenheiten wird zentralisiert

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Ahrensburg | Schnelligkeit und Effizienz sind das A & O bei einer Leistungsgewährung. "Wer keine Planungssicherheit für seine finanzielle Situation hat, hat den Kopf nicht frei für die weitere berufliche Entwicklung", sagt Doris Ziethen-Rennholz, Geschäftsführerin des Jobcen-ters Stormarn. Deshalb müssten die Standards zur Bearbeitung von Leistungsanträgen regelmäßig weiter entwickelt werden.

Seit März 2012 können Antragsteller ihre Anliegen bereits zentral bei einem Telefonservice loswerden. Das soll Wege ersparen und die Ansprechbarkeit des Jobcenters erhöhen. Dieses Konzept habe sich bewährt und soll nun ausgebaut werden. Ab dem 27. Mai wird es in Stormarn nur noch zentrale Bearbeitungszentren für Leistungsangelegenheiten geben. "Die bisherigen Teams sind zu klein und können insbesondere bei Belastungsspitzen den angestrebten Standard nicht immer gewährleisten. Mit der Zentralisierung erwarten wir, dass Anträge termingerecht und umfassend bearbeitet werden können und Nachfragen künftig die Ausnahme sind", beschreibt Doris Ziethen-Rennholz die organisatorische Veränderung.

Bei der erstmaligen Beantragung von Leistungen im Jobcenter bleibt alles wie bisher: Die Menschen werden nach ihren Wohnorten an den Standorten Bad Oldesloe, Ahrensburg und Reinbek betreut. Das umfasst Beratung und Auskunftserteilung sowie Antragsannahme. Auch Folgeanträge und weitere Unterlagen können vor Ort abgegeben werden. Die Akten werden aber ausschließlich in den Bearbeitungszentren geführt, so dass nähere Informationen im Einzelfall vor Ort nicht mehr gegeben werden können. Dafür soll der Telefonservice des Jobcenters montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr schnell und zuverlässig weiterhelfen.

Die Umorganisation erfordert den Umzug von Akten und Mitarbeitern. Deshalb bleiben die Dienststellen Ahrensburg und Reinbek am heutigen Dienstag, Bad Oldesloe am Freitag geschlossen. Und wegen der Vorarbeiten wird gebeten, in der gesamten Woche von persönlichen Vorsprachen möglichst abzusehen.

Beratung und Vermittlung werden weiterhin wohnortnah durchgeführt. "Anders als bei der Antragsbearbeitung ist die Entwicklung von Integrationsstrategien unter Berücksichtigung familiärer und sonstiger Bedingungen ein sehr persönlicher Prozess, der die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Klienten und Vermittlungskraft voraussetzt. Hier steht das persönliche Gespräch im Vordergrund, das selten durch Telefonate ersetzt werden kann", sagt Doris Ziethen-Rennholz.

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