Jetzt sind die Bürger gefragt

Sie bereiten die Bürgerversammlung zum Klimaschutz vor (v. l.): Moritz Wickert vom Planungsbüro CDM, Bargteheides Klima-Managerin Ulrike Lenz, Umweltbeauftragter Thomas Degenhardt und  Ausschussvorsitzender Hans-Werner-Harmuth.  Foto: meier
Sie bereiten die Bürgerversammlung zum Klimaschutz vor (v. l.): Moritz Wickert vom Planungsbüro CDM, Bargteheides Klima-Managerin Ulrike Lenz, Umweltbeauftragter Thomas Degenhardt und Ausschussvorsitzender Hans-Werner-Harmuth. Foto: meier

Sie sollen Ideen für den Bargteheider Klimaschutz einbringen und können mitbestimmen

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08. Oktober 2011, 07:39 Uhr

Bargteheide | Die ersten Daten sind erfasst und gewichtet, damit hat der zweite Schritt fürs Bargteheider Klimaschutz-Konzept begonnen. Das Planungsbüro CDM legte der Lenkungsgruppe und dem Energieausschuss die ersten Ergebnisse vor. Jetzt sind vor allem die Bürger gefragt, ihre Ideen für den Klimaschutz einzubringen. Am Montag, 7. November, werden die bisherigen Ergebnisse im Ganztagszentrum vorgestellt. In drei Arbeitsgruppen können sich alle interessierten Klimaschützer an den folgenden Schritten beteiligen.

"Bargteheide will sich verändern, und wir möchten die ganze Stadt dabei mitnehmen", sagt Hans-Werner-Harmuth, der Vorsitzende des Projektausschusses Energiekonzept. Jede Idee werde aufgenommen. "Alle Bürger können über die Strukturen und die Verwendung der Mittel mitbestimmen", hebt auch Ulrike Lenz hervor, die Klimaschutz-Managerin der Stadt.

Am 7. November werden sich drei Arbeitsgruppen konstituieren. Sie sollen die Themenbereiche Umweltbildung und Öffentlichkeits arbeit, private Haushalte und Wohnungsbau sowie regenerative Energien abdecken. In drei Workshops können sich die Bürger am Fortgang der Initiative beteiligen. "Es wird ein Klimaschutz-Fahrplan für die kommenden Jahre erstellt", sagt CDM-Manager Moritz Wickert, "alle Bürger sind dabei gefragt".

Die Gutachter untersuchen, wo die Schwerpunkte der Kohlendioxid-Emissionen in der Stadt liegen und wie die größten Einspareffekte erzielt werden können. Die Datenbasis ist allerdings nicht vollständig. "Wir haben einige Industriebetriebe angeschrieben, aber sie haben uns keine Daten zur Verfügung gestellt", sagt Wickert.

Deshalb haben die Gutachter auf Erhebungen, etwa von der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundeswirtschaftsministerium und vom Statistischen Landesamt zurückgegriffen. So kommen sie auf den Wert von 77 060 Tonnen Kohlendioxid, die Bargteheide pro Jahr in die Umwelt entlässt. Jeder Bürger ist im Schnitt mit 5,1 Tonnen daran beteiligt. Damit liegt Bargteheide immerhin schon deutlich unter dem Bundesschnitt, der mit rund zehn Tonnen angegeben wird.

Das Klimaschutz-Projekt wird mit zwei Drittel der Kosten vom Bundesumweltministerium gefördert. Es übernimmt 40 000 Euro. Bis zum Mai 2012 soll die Bilanz fertiggestellt sein und ein Katalog vorgelegt werden, wie der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid in Bargteheide weiter gesenkt werden kann.

Die Bürgerinitiative hat das Projekt maßgeblich vorangetrieben. Die Mitglieder entwerfen jetzt einen Flyer und werden ihn in den nächsten Wochen in der Stadt verteilen. Die Bürgerversammlung im Ganztagszentrum (Am Markt 2) am Montag, 7. November, beginnt um 18.30 Uhr. Weiterführende Ideen nimmt Ulrike Lenz schon jetzt gern entgegen. Sie ist per E-Mail unter der Adresse lenz@bargteheide.de zu erreichen.

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