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Stormarner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 22:03 Uhr

Jetzt geht’s ans Eingemachte!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Für das 11. Karpfenfest Anfang September laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ab sofort können sich Vereine, Organisationen und Musikgruppen für die große Sause anmelden, die auch auf dem Wasser neue Attraktionen zu bieten hat.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2016 | 12:29 Uhr

„Nach dem Karpfenfest ist vor dem Karpfenfest“, sagt Martin Huss, seit über 25 Jahren Veranstalter des für das erste Septemberwochenende geplanten Großevents. Denn seit vielen Monaten organisieren er und ein 20-köpfiges Team das Treiben an der Seepromenade und auf dem Karpfenplatz.

Nun geht es ans Eingemachte. „Vereine und Organisationen, die sich am Fest beteiligen oder präsentieren wollen, können sich ab sofort bei mir melden“, ruft er zu einer regen Teilnahme auf. Vereine, die nichts verkaufen, können ihren Stand kostenlos aufbauen, Kunsthandwerker zahlen nur eine Strompauschale. Für gewerbliche Verkäufer sind die Preise sehr human. Musikgruppen können sich ebenfalls noch bewerben.

„Die wichtigsten, großen Stände sind bereits gebucht, auch eine der Hauptbands auf der Bühne hat schon zugesagt“, blickt Huss zuversichtlich in die Zukunft und ist sich sicher, dass auch das 11. Karpfenfest auf dem Karpfenplatz wieder ein voller Erfolg wird. „2015 kamen allein geschätzte 3000 Besucher – auch von weiter her – zum Feuerwerk auf dem Herrenteich“, sagt er. „Und an allen drei Tagen kommen wir in den fünfstelligen Besucherzahlenbereich.“

Neben den beiden bekannten Showbands verschlingt das für den 2. September geplante Höhenfeuerwerk mit 3D- und Spiegeleffekt auf dem Teich den Löwenanteil der Gesamtkosten in Höhe von rund 30  000 Euro. 40 Reinfelder Firmen beteiligen sich an der Finanzierung des Feuerwerks, das sich, so der Veranstalter, mit seinen 20 Minuten durchaus mit dem Event „Ostsee in Flammen“ messen könne. 50 Prozent finanziert sich das Fest durch Standgelder, 50 Prozent wird durch Sponsoren getragen. Für Huss ist es Ehrensache, das Großevent für seine Heimatstadt zu organisieren: „Ich komme aus Reinfeld und möchte meiner Stadt damit gern etwas zurückgeben.“

Jahrelang hat das Traditionsfest im Oktober – oft bei miserablem Wetter – stattgefunden. Vor vier Jahren wurde es auf das letzte Augustwochenende vorverlegt – mit wachsendem Erfolg und steigenden Besucherzahlen.

„Die Gäste wollen einfach bei gutem Wetter und in kurzen Hosen das Fest genießen“, so Huss. Da die Sommerferien in diesem Jahr ganz besonders spät enden, wurde das Karpfenfest ausnahmsweise auf das erste Septemberwochenende gelegt. Bewährt habe sich auch die Zweiteilung: Auf dem Karpfenplatz Musik und Events für die Jugend, an der Promenade Live-Bands und Attraktionen für die „gesetztere“ Generation.

Zwar gibt es keine Karpfenumzüge mehr – bis in die 60er Jahre fuhren sogar Sonderzüge in die Karpfenstadt – aber man habe es doch geschafft, das Traditionsfest wieder kräftig aufleben zu lassen und dem Zeitgeschmack anzupassen, betont Britta Lammert von der Kulturpflege der Stadt. In über 20 Jahren sei die gute Zusammenarbeit der Stadt mit Martin Huss kontinuierlich gewachsen. „Es ist ein ganz besonderes Imagefest für unsere Stadt“, so Lammert. Ein Stadtfest mit dem Thema Karpfen.

Teichwirt Alfred Wenskus wird rechtzeitig zum Fest den Schulteich abgefischt haben, damit er den Besuchern reichlich Karpfen-Spezialitäten auftischen kann. „Damit beginnt auch die Karpfensaison“, so Lammert. Das traditionelle Abfischen ist allerdings erst am 23. Oktober vorgesehen.

Auf Anregung vieler Besucher wird zwar kein Dreimaster auf dem Herrenteich seine Runden ziehen – so tatsächlich bei einem der legendären Karpfenfeste der 50er Jahre geschehen – doch das Angebot auf dem Wasser wird deutlich erweitert. Neben den beliebten Waterballs kommen zusätzlich Attraktionen wie Waterski und Waterbiking hinzu. Ganz abgesehen von der Ruderregatta und der Modellbauregatta um das Blaue Band der Karpfenstadt. „Die Zeiten der Schlägereien auf dem Karpfenfest sind lange vorbei“, freut sich Huss, dass die Sicherheits- und Jugendschutzmaßnahmen so gut greifen. Das Karpfenfest sei ein Fest für alle Generationen, und auch ein 80-Jähriger bräuchte sich nicht vor Pöbeleien zu fürchten. „Da haben wir den richtigen Weg eingeschlagen“, betont er.


>Vereine, Verbände, Organisationen und Musikbands können sich anmelden/bewerben bei Martin Huss unter www.huss-events.de oder per Mail an info@huss-events.de.

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