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Nahwärme: Steinburger gründen Genossenschaft : „Jetzt geht die Arbeit aber erst richtig los“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

64 Bürger aus den drei Ortsteilen Sprenge, Eichede und Mollhagen sind am Gründungsabend der Genossenschaft beigetreten.

Das Interesse der Steinburger an einer Nahwärmeversorgung ist groß. Rund 100 Bürger aus den drei Ortsteilen Sprenge, Eichede und Mollhagen kamen zusammen, um eine Genossenschaft zur Wärmeversorgung aus der Taufe zu heben. „Wir brauchen für die Gründung mindestens 25 Mitglieder“, hatte Wolfgang Busche vorab verlauten lassen. Er und alle seine Mitstreiten waren überwältigt, als am Abend 64 Bürger Mitgliedsanträge unterzeichneten. Busche wurde zum Vorstandsvorsitzenden gewählt,

Friedhelm Onkes von der Rendsburger Geschäftsstelle des Genossenschaftsverbandes leitete die Gründungsversammlung und erläuterte die Satzung. Gegründet wurde eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung. Jedes Mitglied haftet dabei nur mit einem Maximalbetrag von 100 Euro. Dieser Betrag muss als ein Anteil bei dem Beitritt gezahlt werden. „Ihnen muss aber klar sein, dass sie für 100 Euro keine Wärme nach Hause geliefert bekommen“, so Onkes. Für einen Anschluss an das noch zu bauende Nahwärmenetz und die spätere Versorgung mit Strom müssen die Anteile auf 1500 Euro aufgestockt werden und es kommt noch einen Anschlussgebühr hinzu, die rund 2000 Euro betragen wird.

Das sind zunächst rein rechnerische Zahlen, die später nach oben oder unten abweichen können. Gleich wie hoch der Anteil des Einzelmitgliedes ist, er hat auf Versammlungen nur eine Stimme. Einen Anspruch auf einen Anschluss haben die Mitglieder nicht. Sollte in ihrer Bereich die Dichte von Anschlusswilligen nicht hoch genug sein, wird dort auch zunächst keine Nahwärme angeboten. Allerdings müssen die Mitglieder dann auch nur den einen Anteil von 100 Euro leisten und können auch gegebenenfalls aus der Genossenschaft austreten. Die Initiative, die von der Gemeinde als Arbeitskreis eingesetzt wurde, hatte in den vergangenen Wochen in allen drei Ortsteilen für das Nahwärmenetz geworben“, so Busche. Insgesamt gibt bereits 160 Bürger, die gerne einen Anschluss hätten. „In Mollhagen sind es 98 Interessenten, in Eichede 44 und in Sprenge 19“, so Wolfgang Busche. Sind und Zweck der Energie Genosschenschaft Steinburg eG (EGS eG) ist die Planung, der Bau und die Unterhaltung eines Nahwärmenetzes, das später auch mal Strom in die angeschlossenen Haushalte liefern soll. „2015 ist unser Planungsraum und 2016 wollen wir anfangen, je nach dem dort, wo die Dichte derer die sich anschließen wollen, am größten ist“, betonte Busche.

Das Konstrukt der Genossenschaft sieht laut Satzung vor, dass es einen aus mindestens drei Leuten bestehenden Aufsichtsrat gibt, der den Vorstand einsetzt. Auf der Gründungsversammlungen in der Gaststätte Bern wurden Heidi Hack (Vorsitzende), Dr. Kathrin Witt, Klaus Wenk, Andreas Lüdtke und Thomas Jendrek in den Aufsichtsrat gewählt. Hack und Witt für drei, Wenk und Jendrek für zwei und Lüdtke für ein Jahr. Der Aufsichtsrat setzt nach kurzer Beratungspause dann den Vorstand mit Wolfgang Busche (Vorsitzender), Jürgen Laufer und Stephan Bern ein.

Der Vorstand wird sich jetzt mit der Planung des Nahwärmenetzes befassen. „Ich bin überwältigt von den vielen Leuten hier“, sagte Busche. Besser hätte der Start für die Energie Genossenschaft Steinburg nicht laufen könne. „Jetzt geht die Arbeit aber erst richtig los“, betonte Busche. Die Genosschenschaft hat auch bereits einen Internetauftritt.

www.nahwaerme-steinburg.de





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