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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 14:51 Uhr

Jetzt folgt der Bundesentscheid

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Sachsenwaldschule Gymnasium Reinbek holt sich den Landessieg mit dem „Green-School-Project“

Die „Sachsenwaldschule Gymnasium Reinbek“ geht beim bundesweitenwettbewerb „Energiesparmeister“ 2017 als Landessieger Schleswig-Holstein ins Rennen um den begehrten Titel „Energiesparmeister Gold“.

Unterstützt werden die Schüler vom Schleswig-Holstein Energieeffizienz-Zentrum e.V. (SHeff-Z) aus Neumünster, der den vom Bundesumweltministerium geförderten Wettbewerb seit Jahren als regionaler Pate begleitet. Das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro hat das Gymnasium mit dem Landeserfolg schon sicher. Der Bundessieger, der per Abstimmung auf der Internetseite www.energiesparmeister.de ermittelt wird, darf sich über ein weiteres Preisgeld in Höhe von 2500 Euro freuen.

Im Jahr 2014 hatten drei Oberstufenschüler die Idee, ein „Green-School-Project“ ins Leben zu rufen, um Umwelt-, Energie- und Klimaschutz-Projekte an der Schule zu fördern und miteinander zu verknüpfen. Die Aktion gliedert sich in mehrere Bereiche.

>Das Fifty-Fifty-Projekt zielt auf Reduzierung des Energieverbrauchs im alltäglichen Schulleben ab. Seit vier Jahren erhält die Schule 45 Prozent der eingesparten Energiekosten von der Stadt Reinbek. Motivationshilfe für den sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen ist ein schulinterner Wettbewerb. Die Kontrolle übernehmen Energiedetektive. Das Konzept lebt außerschulisch weiter – durch Eltern, die als „Prämiengeber“ die Reduzierung des Stromverbrauchs im privaten Haushalt fördern.

>Zum „Green-School-Project“ gehört auch der „Klassenraum der Zukunft“. Auf dem Dach der Schule sind ein Windkraftrad und eine Photovoltaikanlage installiert worden. Elektrische Geräte wie Beamer oder Laptop werden im „Green Room“ seitdem mit erneuerbaren Energien versorgt. Der überschüssige Strom des Windkraftrades wird in einer Batterie gespeichert. Zur Finanzierung des Projektes haben die Schüler Sponsoren akquiriert.

>Die dritte Maßnahme nennt sich „Stadtradeln“. Ziel ist es, den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad zu fördern und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Im Rahmen dieses Projektes sind eine schulinterne Fahrradwerkstatt sowie ein Service zur Berechnung fahrradfreundlicher Schulweg-Routen entstanden.

Im August 2016 sind weitere Projekte hinzu gekommen. Beim so genannten Altpapier-Upcycling werden für den schulinternen Gebrauch Schreibwaren aus Fehldrucken und alten Arbeitsblättern hergestellt und verkauft. Zudem ist in Kooperation mit Unternehmen in der Region das praxisorientierte Zertifizierungsprogramm „Nachhaltigskeitstrainee“ gestartet, um das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ der Stadt Reinbek für junge Menschen interessanter zu machen.

Bis heute haben sich 62 Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren aktiv im „Green-School-Project“ eingebracht, aber auch Lehrer, Hausmeister, Eltern oder Verbände. Unterstützt werden die Jugendlichen vom Umweltbeauftragten Bastian Naumann sowie seinen Kolleginnen Carolin Niedan und Julia Skowronski. „Ich finde es einfach großartig, dass wir mit unserer Aktion so weit gekommen sind“, ist Schuldirektorin Helga Scheller-Schiewek erfreut. Wofür das Preisgeld vom Landessieg verwendet werden soll, steht noch nicht fest.

In Schleswig-Holstein konnte sich die Sachsenwaldschule immerhin gegen zwölf Mitbewerber durchsetzen, bundesweit werden es jetzt noch einmal 15 Schulen sein.

>Die Online-Abstimmung läuft bis zum 12. März 2017 auf www.energiesparmeister.de/voting.



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