Jeder Ton erzeugt ein Glücksgefühl

Vier Cajóns hat der Bürgerverein Reinfeld an das Erich-Kästner-Förderzentrum gespendet.
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Vier Cajóns hat der Bürgerverein Reinfeld an das Erich-Kästner-Förderzentrum gespendet.

Das Förderzentrum Erich-Kästner-Schule (EKS) in Reinfeld arbeitet gern mit Cajóns

shz.de von
23. November 2013, 00:34 Uhr

„Die Cajóns fördern nicht nur die Musikalität, sondern auch die Koordination und das Rhythmusgefühl“, sagt Britta Kochansky, Schulleiterin des Förderzentrums Erich-Kästner-Schule (EKS). Für die Schüler sei das Trommeln auf gerade diesem Instrument mit einem großen Erfolgserlebnis verbunden. Denn, so die engagierte Rektorin: „Egal wie man schlägt, man kann gar nicht viel falsch machen, und das gibt den Schülern das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.“ Trainiert werden zudem das Zusammen-Musizieren und das Aufeinander-Hören, das notwendig sei, um ein Musikstück gemeinsam zum Klingen zu bringen. „Damit fördern diese Instrumente auch indirekt die Teamarbeit und das Gruppengefühl“, erklärt die Schulleiterin.

Dank einer Spende des Bürgervereins Reinfeld konnten bisher vier Cajóns angeschafft werden, die je rund 150 Euro kosten. Während einer Projektwoche hatten die Schülerinnen und Schüler bereits erste Erfahrungen mit geliehenen Cajóns gemacht. Das habe, so Kochansky, so viel Spaß gemacht, dass das Repertoire für den Musikunterricht nun erweitert wurde. „Cajóns sind Rhythmusinstrumente südamerikanischer Herkunft, die einen vielfältigen trommelähnlichen Klang haben“, erklärt Lehrer Heiko Winckel-Rienhoff. Das Besondere an den Trommeln sei, dass sie von hoher Qualität seien und auf jeder Seite einen anderen Klang erzeugten – sogar mit Snare- und Bass-Effekt. Die Instrumente wurden von der bekannten deutschen Firma Schlagwerk hergestellt.

Das ehemalige Sklaveninstrument aus Südamerika wurde durch Innovation und handwerkliches Geschick zu einem der beliebtesten Rhythmus-Instrumente. Eingesetzt werden die Instrumente nicht nur im Unterricht, sondern auch bei speziellen Projektwochen sowie, so hofft Britta Kochansky, auch beim Kinderstadtfest am 5. Juli, das ebenfalls vom Bürgerverein Reinfeld organisiert wird. Da hoffen die Schüler des Förderzentrums, bereits einige Musikstücke vor Publikum zum Besten geben zu können – auch als kleines Dankeschön für die großzügige Unterstützung.

„Schön wäre es, wenn wir einen Klassensatz von zwölf Cajóns im Laufe der Zeit zusammen bekommen würden, so dass alle Kinder mal den Klang eines Cajóns ausprobieren können“, hofft die Rektorin auf weitere Spenden.




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