Ahrensburg : Jazz, Soul und Blues bis in den Morgen

„Solche Formate sind die Zukunft der Livemusik“: Stefan Gwildis lobte das Konzept im Vorwege und zeigte sich in bester Spiellaune.
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„Solche Formate sind die Zukunft der Livemusik“: Stefan Gwildis lobte das Konzept im Vorwege und zeigte sich in bester Spiellaune.

Die zwölfte Ahrensburger Musiknacht punktet mit einer Mischung aus hoher musikalischer Qualität und ungewöhnlichen Konzertorten.

shz.de von
27. Mai 2018, 16:57 Uhr

Soul im Holzhandel, Folk in der Sparkasse oder Blues im Bettenfachgeschäft – das Konzept der Ahrensburger Musiknacht ging auch bei ihrer zwölften Auflage voll auf. Erfinderin und Organisatorin Felizitas Schleifenbaum war es erneut gelungen, eine qualitativ hochwertige Mischung nationaler und internationaler Musiker vor allem aus den Bereichen Blues, Jazz, Folk und Soul in die Schlossstadt zu holen.

Traditionell spielt bei Schleifenbaum einer der Headliner direkt zum Auftakt, und der legte die Messlatte für alles was danach kam ziemlich hoch. Der Hamburger Soulsänger Stefan Gwildis hatte schon im Vorfeld betont, dass er glaube, solche Konzertformate seien die Zukunft der Livemusik und sich sehr auf den Gig in Ahrensburg freue. Auf der Bühne im Holzland Wulf ließ er seinen Worten dann Taten folgen und überzeugte mit einem mitreißenden Auftritt, der sicherlich als eine der besten Performances mit in die Geschichte der Musiknacht eingehen dürfte.

Für seinen Gig hatte er sich auch lokale Verstärkung mitgebracht. Das Ahrensburger Gospelensemble „For your soul“ stand für einige Titel mit ihm auf der Bühne und sorgte kräftig für Sangesunterstützung.

Auch in vielen der übrigen Locations gab es hochklassige Momente auf der Bühne. So zum Beispiel mit Jaimi Faulkner oder Belle Roscoe in der Sparkasse Holstein, Joel Havea in der Haspa oder mit den Rocklegenden „Lake“ im Park Hotel. Dass es bei Abi Wallenstein, Marc Breitfelder und Georg Schroeter sowie bei den Roots-Bluesern von Black Patti richtig voll wird, hat ja schon Tradition. Allesamt waren „Wiederholungstäter“, wie Schleifenbaum betont und gehören irgendwie längst zum Inventar der Musiknacht.

Auch bei den Locations entwickeln sich über die Jahre einige Orte, die jedes Jahr überlaufen sind, und andere, die etwas mehr Raum lassen. Wer dem Gedrängel also entfliehen wollte und nicht auf einen bestimmten Musiker festgelegt war, der fand aber auch Konzerte, bei denen weniger los war und man noch gemütlich einen Sitzplatz bekommen konnte. So zum Beispiel beim Gig von Christian Willisohn in der Stadtresidenz. Der Jazzvirtuose überzeugte sein Publikum. Der krönende Abschluss war der Jam im Parkhotel bis in die Morgenstunden.

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