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Negativtrend : Jakobsen löscht Brandherd – vorerst

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg und öffentlicher Kritik von Innenverteidiger Erik Lembke bleibt der Coach von Fußball-SH-Ligist Hagen Ahrensburg locker. „Jeder darf seine Meinung äußern“, sagt Jakobsen vor der Partie beim Holstein Kiel II (Sonntag, 14 Uhr).

Ein Hauch von HSV beim SSC Hagen Ahrensburg? Der Fußball-SH-Ligist durchlebt eine Durststrecke – und Trainer Jan Jakobsen fliegt erst einmal in den Süden. Anders als der beim Bundesligisten anschließend geschasste Trainer Thorsten Fink aber hat Jakobsen triftige Gründe: Der Däne fungierte beim Europa-League-Spiel zwischen RB Salzburg und IF Elfsborg Boras als Dolmetscher – und betont vor der Partie seiner Schützlinge bei Holstein Kiel II (Sonntag, 14 Uhr): „Ich wäre gern unter der Woche bei meiner Mannschaft gewesen. Aber vielleicht ist es auch mal gut, Salzburger Luft zu atmen, ein wenig rauszukommen und Abstand zu gewinnen.“

Denn beim SSC war zuletzt Feuer unter dem Dach. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen und der 1:3-Niederlage beim TuS Hartenholm kritisierte Innenverteidiger Erik Lembke, der vor der Saison sein Kapitänsamt aus Zeitmangel niedergelegt hatte, seinen Coach sogar öffentlich, forderte eine stärkere Einflussnahme auf das Spiel von der Seitenlinie. „Es ist doch relativ schwierig, von außen die richtigen Pässe zu spielen“, sagt Jakobsen mit einem Augenzwinkern und löscht den schwelenden Brandherd, indem er sagt: „Jeder darf seine Meinung äußern, aber er hätte vielleicht einen anderen Weg wählen sollen. Erik gibt immer alles, die Aussage ist direkt nach dem Spiel gefallen, deshalb sollte man sie nicht überbewerten. Aber die Kritik gibt mir natürlich zu denken, wie ich noch mehr in das Spielgeschehen eingreifen kann.“ Gegen Hartenholm hatte er nach neuerlichem Rückstand Verteidiger Benny Klamt für Stürmer Rico Pohlmann vom Platz genommen – eigentlich eine deutliche Ansage.

Die gibt der Däne auch vor dem Spiel bei der Drittliga-Reserve. „Wir sind der Underdog, waren zuletzt als Favorit nicht erfolgreich. Warum sollten wir also nicht auch den Favoriten ärgern? Kiel spielt sehr dominant, aber wir wollen deren Schwächephase nutzen“, sagt Jakobsen, der gegen die Fördestädter auf Lembke (Arbeit), Hauke Iwersen (Familienfeier) und Robert Scheel (Lernphase) verzichten muss. Auch Niko Leptien wird fehlen – wegen Urlaubs. Aus diesem Grund hatten sich in der Vorwoche schon Bojan Stäcker, Ulf Starke und Christopher Herklotz den Unmut ihres Trainers zugezogen. Die sind in Kiel zwar wieder einsatzbereit. „Aber ob sie auch spielen werden, weiß ich noch nicht“, so Jakobsen. Es wäre ein Denkzettel für das Trio – und birgt Potenzial, den gerade gelöschten Brandherd neu zu entfachen. Jakobsen aber betont: „Bei uns ist keine Unruhe im Verein. Wir stehen auf einem Nichtabstiegsplatz und sind noch im Kreispokal dabei. Wir sind im Soll.“ Noch. Denn bei einer Pleite gegen Kiel droht das Abrutschen in der Tabelle unter den Strich.

Unterdessen kämpft der SV Eichede II am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Hartenholm um Punkte. Die Segeberger, die zuletzt gegen Ahrensburg den ersten Saisonsieg einfuhren, befinden sich zwar im Aufwind. Doch auch der Aufsteiger hat zuletzt Selbstvertrauen getankt. Nach einem 0:2-Rückstand kamen die Dreller-Schützlinge gegen den starken PSV Neumünster noch zu einem Remis.

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erstellt am 20.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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