Kritik am Straßenbau : "Investitionsstau kommt nicht von ungefähr"

T. von Pein.
T. von Pein.

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06. April 2013, 09:07 Uhr

Lütjensee | Der Lütjenseer SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein weist den Vorwurfe des Ahrensburger CDU-Abgeordneten Tobias Koch zurück, die Landesregierung verweigere Straßensanierungen. Nach der Frostperiode sei Schlaglochbildung ein jährlich wiederkehrendes und nicht überraschendes Problem. Schlimmer sei der Investitionsstau, und der sei "insbesondere auf die Versäumnisse der vier vorherigen CDU-Verkehrsminister zurückzuführen".

Dass die L 93 in Großensee, L 94 in Trittau und die L 222 zwischen Braak und Stemwarde saniert werden müssten, sieht auch von Pein so. Allerdings auch die L160 in Trittau, die Rausdorfer Straße. Für die liege eine Finanzierungszusage vor, das habe Koch aber nicht erwähnt. In Lütjensee sei dagegen "außer Lippenbekenntnissen nichts passiert", sagt von Pein, verschwiegt aber, dass von der Vorgängerregierung eine Zusage für die Sanierung vorlag.

Auf die von Koch kritisierte Umschichtung der Mittel zu Lasten der Straßen und zugunsten des ÖPNV geht von Pein nur indirekt ein. Natürlich würden die Sanierungen auf die Tagesordnung kommen, "jedoch wird das Land hier nach klaren Kriterien entscheiden und eventuell andere Straßen in noch schlechterem Zustand vorrangig behandeln müssen."

Und man müsse eine Debatte über die "Zukunft der Mobilität" führen. Von Pein: "Wir sollten beides tun: Die Straßen in so guten Zustand versetzen, wie es uns möglich ist, und gleichzeitig anfangen, Verkehre umzusteuern: von der Straße auf die Schiene und vom Individualverkehr in die öffentlichen Verkehre."

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