EhrenamtPreis : Integration lohnt sich

Sie gehören zur Jury der Bürgerstiftung, die den Ehrenamtspreis für soziale Integration vergibt: (von links) Christian Wendt, Ute Welter-Agatz, Ingrid Hüniken und  Dr. Michael Eckstein.
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Sie gehören zur Jury der Bürgerstiftung, die den Ehrenamtspreis für soziale Integration vergibt: (von links) Christian Wendt, Ute Welter-Agatz, Ingrid Hüniken und Dr. Michael Eckstein.

Die Bürgerstiftung in der Region Ahrensburg lobt einen Integrationspreis aus. Bewerbung bis zum 30. September möglich. Preisgeld gibt es nicht zu gewinnen, aber viel Wertschätzung.

shz.de von
04. September 2013, 18:00 Uhr

Integration ist das gelingende Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion, von Alteingesessenen und Zuwanderern. Wer sich dafür engagiert, soll belohnt werden. Deshalb hat die Bürgerstiftung in der Region Ahrensburg jetzt einen Integrationspreis ausgesetzt. Wer solche Personen oder Gemeinschaften kennt, kann sie jetzt dafür nominieren.

„Das Hamburger Randgebiet ist wie ein Brennglas für Integrationsprobleme, denn hier leben viele unterschiedliche Menschen zusammen“, sagt Jury-Mitglied Christian Wendt. Er denkt dabei besonders an den Jugendbereich. Alles was zur Lösung dieser Probleme beitrage, sei wertvoll für die Gesellschaft: „Und der Preis für soziale Integration wird auch zum Ansporn für Andere.“

Ressentiments, Vorurteile und Ausgrenzung beträfen neben Flüchtlingen und Migranten zunehmend auch Menschen mit Behinderung, sozial Schwache und Kranke, fügt Ute Welter-Agatz hinzu. „Und die soziale Schere geht weiter auseinander“, sagt Ingrid Hüniken.

Wer sich ehrenamtlich für ein harmonisches Zusammenleben einsetze, solle mehr Anerkennung erfahren und ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. „Wir denken dabei an Initiativen wie den Interkulturellen Gesprächskreis, das Netzwerk Migration oder das Sozialkaufhaus“, sagt sie. Aber auch persönliches Engagement könne belohnt werden. „Es gibt viele solcher kleinen Initiativen und Einzelpersonen, von denen man sonst nichts erfahren würde“, sagt Ute Welter-Agatz.

Der Integrationspreis ist zwar nicht mit Geld dotiert, aber mit viel Wertschätzung. Sozialministerin Kristin Alheit ist Schirmherrin des Integrationspreises. Sie wird ihn am 13. November im Rahmen einer Feier im Bargteheider Ganztagszentrum übergeben. Bis zum 30. September können noch Kandidaten benannt werden. Schulen, Lehrer, Schüler und Vereine aller Art können nominiert werden. Das betrifft alle, die in der Region Bargteheide, Ammersbek, Ahrensburg und bis zum Amt Trittau tätig sind. Nur frühere Ehrenamtspreisträger aus den vergangenen drei Jahren sind ausgeschlossen.

In den Vorschlägen sollte das Verhalten der Kandidaten beschrieben und Personen benannt werden, die dazu Auskünfte geben können. Ansprechpartner ist die Bürgerstiftung in der Region Ahrensburg, An der Reitbahn 3 in 22926 Ahrensburg, per E-Mail an: Preis@buergerstiftung-region-ahrensburg.de.






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